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Gedenken beim EU-Gipfel: Gemeinsam gegen die Schrecken des Ersten Weltkriegs

Die EU-Spitzenpolitiker treffen sich zum Gipfel im belgischen Ypern. Die Stadt steht auch für die Schrecken des Ersten Weltkriegs, hier setzten Deutsche erstmals Giftgas ein. Das politische Treffen begann daher mit historischem Gedenken.

Ypern - Gemeinsames Erinnern an eine schreckliche Vergangenheit: Die EU-Staats- und Regierungschefs haben zum Auftakt ihres Gipfels im belgischen Ypern am Donnerstag der Opfer des Ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 gedacht.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy erinnerte an die Millionen Toten und sprach von einer "Spirale der Selbstzerstörung", durch die Europa damals in den Abgrund gerissen worden sei.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Vertreter der anderen 27 EU-Staaten gingen gemeinsam durch das historische Zentrum der Stadt von der gotischen Tuchhalle zum Menen-Tor, in das die Namen von fast 55.000 vermissten Commonwealth-Soldaten eingraviert sind. Dort hielten sie eine Schweigeminute ab.

Van Rompuy und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso legten an dem Tor einen weißen Blumenkranz nieder. Von der Decke des Tores regneten auf die Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Staaten rote Klatschmohn-Blätter herab, die symbolisch für die Gefallenen auf den Feldern von Flandern stehen.

In Flandern setzten die Deutschen 1915 zum ersten Mal Giftgas ein. Bei den Stellungskämpfen in der Region starben Hunderttausende britische und deutsche Soldaten. Viele Leichen versanken im Schlamm der Felder und wurden niemals identifiziert oder offiziell bestattet.

Die Teilnehmer des EU-Gipfels weihten am Donnerstag auch eine runde Friedensbank aus weißem Stein ein, die an das Treffen in Ypern erinnern soll. "Bei dieser Zeremonie geht es nicht um das Ende des Krieges oder einer Schlacht oder den Sieg", sagte der Flame Van Rompuy mit bewegter Stimme. Es gehe um das schlafwandlerische Taumeln in einen Krieg. "Und vor allem um die Millionen, die getötet wurden, auf allen Seiten, an allen Fronten."

kgp/AFP

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1. "...mit bewegter Stimme..."
vulcan 26.06.2014
Das kann ich gut nachvollziehen. Ich habe vor einigen Jahren mal Thiepval besucht. Wenn einem da nicht mulmig wird...
2. Historisch belegt ist aber, dass die Idee des Gaskrieges
georg67 26.06.2014
Von den Franzosen stammt, wenn auch zunächst mit nicht tödlichem Tränengas und erfolglos. Wen wundert es, wenn dann die Gegenseite die strategisch an sich sinnvolle Idee it anderen Mitteln weitertreibt. Dieser Kommentar sei eine Warnung an alle Kriegstreiber, Euer Glück ist oftmals kurz.
3. Wenn Sie weiter die Regierung in Kiew unterstützen
$gerechter$ 26.06.2014
kann wohl sein, dass wir bald den 3 Weltkrieg haben. Poroshenko töten unschuldige Menschen!http://www.youtube.com/watch?v=ESVrzvTzWDQ
4. Kopfschütteln!!!
StörMeinung 26.06.2014
Zitat von sysopREUTERSDie EU-Spitzenpolitiker treffen sich zum Gipfel im belgischen Ypern. Die Stadt steht auch für die Schrecken des Ersten Weltkriegs, hier setzten Deutsche erstmals Giftgas ein. Das politische Treffen begann daher mit historischem Gedenken. http://www.spiegel.de/politik/ausland/erster-weltkrieg-eu-spitzenpolitiker-gedenken-toten-in-ypern-a-977747.html
Flandern liegt ganz zufällig in Belgien, und Belgien war Durchmarschgebiet des deutschen Heeres nach Frankreich. Daher starben dort ebenso BELGIER!!!! und Franzosen in den Schützengräben. Ein wenig Nachhilfe: http://de.wikipedia.org/wiki/Erste_Flandernschlacht Mit welcher dümmlichen Arroganz geht man eigentlich davon aus, dass in Belgien keine belgischen Soldaten gekämpft haben, die Schludrigkeit, mit der zu diesem sensiblen Thema Artikel verfasst werden, ist ungeheuerlich!
5. Dieser erste Weltkrieg war.. .
kenterziege 26.06.2014
Zitat von sysopREUTERSDie EU-Spitzenpolitiker treffen sich zum Gipfel im belgischen Ypern. Die Stadt steht auch für die Schrecken des Ersten Weltkriegs, hier setzten Deutsche erstmals Giftgas ein. Das politische Treffen begann daher mit historischem Gedenken. http://www.spiegel.de/politik/ausland/erster-weltkrieg-eu-spitzenpolitiker-gedenken-toten-in-ypern-a-977747.html
....absolute Scheisse! Viele, nicht nur die Deutschen, hätten ihn verhindern können und müssen. Dieser Krieg, in den nach Christopher Clark, die europäischen Mächte hineingegangen sind, wie die Schlafwandler, hat erst 1945 aufgehört. Es war ein Krieg mit einer kurzen Pause. Die Regierungschefs, die nun alle betroffen an den Gräbern stehen, können das tun. Was sie aber nicht tun sollten, ist zu behaupten die EU oder der Euro wären die Garanten, dass dies nicht wieder passiert ist. Man soll die Toten der Weltkriege nicht als Rechtfertigung für eine völlig aus dem Ruder gelaufene EU- und Europolitik machen. Das ist infam und lügnerisch. Es war die NATO und das Schwert der USA, dass seid 1945 Frieden in Europa garantiert hat. Die Europäer sind nur schwache Laienschauspieler!
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