Erzkonservative Kommentatorin Palin bekommt Job bei Fox News

Sie war Gouverneurin, Vize-Präsidentschaftsbewerberin der Republikaner - jetzt hat Sarah Palin einen neuen Job: Sie arbeitet als Kommentatorin für Rupert Murdochs konservativen Sender Fox News. Der Schritt gilt als Versuch, sich der Republikaner-Basis als Kandidatin fürs Weiße Haus 2012 zu empfehlen.

Ex-Gouverneurin Palin (bei Autogrammstunde für ihr Buch): Vertrag mit Fox News
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Ex-Gouverneurin Palin (bei Autogrammstunde für ihr Buch): Vertrag mit Fox News


Anchorage - Sarah Palin, ehemalige Gouverneurin von Alaska und Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner, wird künftig regelmäßig mit Kommentaren im Fernsehprogramm von Fox News auftreten. Der für mehrere Jahre geschlossene Vertrag sieht nach Angaben des Senders TV-Auftritte, Beiträge für die Website und das Radioprogramm vor.

"Es ist wunderbar, zu einem Medium zu gehören, das faire und ausgewogene Nachrichten so sehr zu schätzen weiß", teilte die Politikerin mit. In der Vergangenheit hatte Palin die US-Medien oft heftig attackiert - nicht jedoch den streng konservativen Sender Fox News des Medienmilliardärs Rupert Murdoch, dem schon länger eine Nähe zu ihr unterstellt wird.

Palins neuer Job wird in den USA auch als Versuch der ehemaligen Gouverneurin gewertet, sich als republikanische Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen 2012 zu empfehlen. "Fox-Deal erhöht Palins Präsidentschaftshoffnungen", titelt die "Financial Times". Der Sender biete Palin jetzt eine wichtige Plattform, um das Herz der konservativen Wähler zu erreichen.

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Die Palins: Immer Ärger mit dem Beinahe-Schwiegersohn

Fox News hat eine Reihe konservativer Kommentatoren, die dem rechten Flügel der Republikaner nahestehen. Dem Sender wird immer wieder vorgeworfen, mit überzogenen Angriffen auf die Demokraten und Präsident Barack Obama Programm zu machen. Eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses hatte dem Fox News im vergangenen Jahr vorgeworfen, mehr ein Flügel der Republikaner zu sein als ein Nachrichtensender.

Im Wahlkampf 2008 hatte der damalige republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain Palin überraschend zu seiner Kandidatin für den Vizeposten im Weißen Haus berufen. Sie wurde damit innerhalb einer Woche von einer nahezu unbekannten Politikerin zu einer der umstrittensten Personen in der US-Politik, die jedoch die erzkonservative Basis ihrer Partei erreicht wie kein anderer Politiker. Die 45-jährige gilt trotz der Niederlage bei der Präsidentschaftswahl als populäre Hoffnungsträgerin der Konservativen in den USA. Im vergangenen Juli trat sie vorzeitig von ihrem Amt als Gouverneurin zurück. Palin teilte mit, sie wolle nun lieber für "positive Veränderungen außerhalb der Regierung sorgen". Im Dezember 2008 brachte Palin ihre Memoiren auf den Markt, die in den USA zu einem Verkaufsschlager wurden.

Auf Palins Facebook-Seite, die 1,2 Millionen Fans hat, schrieb ein Mann, er freue sich, Palin im Programm von Fox zu sehen - "aber ich hoffe, das wird Sie nicht daran hindern, (bei der Präsidentschaftswahl) 2012 zu kandidieren".

anr/apn



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 54 Beiträge
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chagall1985 12.01.2010
1. Das ist Amerika
Völlig egal wie verblödet man ist. Völlig egal wie grenzenlos man gescheitert ist. Wenn man die richtige Einstellung zu Abtreibung, Familie und Todessstrafe hat, dann kann man Präsidentin werden. OBAMA wird sich freuen! Diese Dorftante wird sicherlich der leichteste vorstellbare Gegner für 2012.
lemming51 12.01.2010
2. Oha.................,
............das wird auf YouTube ja einen Haufen Lacher bringen, wenn diese Dame kommentiert. Ich freue mich schon, deren "Weltsicht" zu verfolgen. Auf geht' s !!!
frubi 12.01.2010
3. .
Zitat von sysopSie war Gouverneurin, Vize-Präsidentschaftsbewerberin der Republikaner - jetzt hat Sarah Palin einen neuen Job: Sie arbeitet als Kommentatorin für Rupert Murdochs konservativen Sender Fox News. Der Schritt gilt als Versuch, sich der konservativen Basis als Kandidatin fürs Weiße Haus 2012 zu empfehlen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,671368,00.html
Absehbar. Freu mich schon auf den Zerriss von Stewart.
C. Esser 12.01.2010
4. Ha ha...
Da wird's was zu lachen geben. Palin ist dumm wie Brot, und man wird sich nicht nur über sie, sondern über ganz Amerika totlachen. Das Schlimme daran: Das sagt noch gar nichts aus über ihre Wahlchancen. Schließlich ist GWB ja auch Präsident geworden. Zwei Mal!
Meckermann 12.01.2010
5. peinlich, peinlich...
Sarah Palin ist doch die Verona Feldbusch der amerikanischen Politik, bloß dass sie nicht so gut aussieht. Tja Amerika eben - da werden Sie geholfen...
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