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Eskalation in Nahost: Der Raketenkrieg kehrt zurück nach Israel

Krise in Israel: Raketenalarm und Luftangriffe Fotos
REUTERS

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern eskaliert mit atemberaubender Geschwindigkeit. Binnen Stunden regneten Dutzende Raketen auf Israel, zuvor starben mehrere Menschen bei israelischen Luftangriffen. Kommt es zu einem neuen Gaza-Krieg?

Tel Aviv/Gaza - Im Nahost-Konflikt hat die radikalislamische Hamas erstmals seit langem Tel Aviv, Jerusalem und andere israelische Großstädte mit Raketen beschossen. In Jerusalem waren am Dienstagabend drei laute Explosionen zu hören, kurz nachdem der Luftalarm ausgelöst worden war. Nach israelischen Angaben schlug mindestens eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete in einem Haus in Jerusalem ein. Dabei sei niemand verletzt worden, hieß es auf israelischer Seite.

Auch nördlich von Tel Aviv wurde Alarm ausgelöst. Wenige Stunden vor dem Angriff auf Jerusalem hatte das Militär nach eigenen Angaben eine auf Tel Aviv abgefeuerte Rakete abgefangen. Die Küstenmetropole war zuletzt 2008 auf diese Art angegriffen worden. Sowohl in Tel Aviv als auch in Jerusalem wurden am Abend alle Luftschutzbunker geöffnet.

Insgesamt wurden nach israelischen Angaben am Abend in kurzer Folge etwa 40 Raketen mit größerer Reichweite abgefeuert. Auch in Ortschaften nördlich der Küstenmetropole Tel Aviv heulten die Sirenen. Die Hamas bekannte sich am Dienstagabend auch zu Angriffen auf Aschdod und Haifa. Ein Angriff auf die nordisraelische Hafenstadt wäre der bislang weitreichendste Schlag auf israelisches Territorium.

Kinder sollen israelischen Angriffen zum Opfer gefallen sein

Zuvor waren bei einer massiven israelischen Offensive im Gazastreifen fast 20 Menschen getötet worden. Mehr als 100 Menschen wurden binnen weniger Stunden verletzt. Unter den getöteten Zivilisten seien auch fünf Kinder, teilte der Sprecher der Rettungsdienste, Aschraf al-Kidra, am Dienstag in Gaza mit. Mehrere der Getöteten seien Kämpfer der Gruppierungen Hamas und Islamischer Dschihad gewesen.

Allein bei einem Luftangriff auf das Wohnhaus eines Hamas-Kommandeurs in Chan Junis wurden sieben Menschen getötet, darunter drei Minderjährige. Laut Augenzeugen wurden Anwohner von einer Drohne mit einer Leuchtrakete gewarnt. Doch anstatt die Flucht zu ergreifen, versammelten sich Nachbarn und Angehörige als Schutzschild um das Haus. Kurz darauf habe aber ein Kampfflugzeug das Gebäude mit einer Rakete zerstört. Die Hamas warf Israel "ein schreckliches Kriegsverbrechen" vor und erklärte "alle Israelis zu legitimen Zielen".

Die israelischen Luftschläge gelten als möglicher Auftakt eines neuen Gaza-Kriegs. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Armee an, auch Vorbereitungen für eine Bodenoffensive im Gazastreifen zu treffen. Nach Angaben des israelischen Militärsprechers Arye Shalicar hat die Armee die Mobilisierung von bis zu 40.000 Reservesoldaten bewilligt. Netanjahu sagte, im Kampf gegen die Hamas sei es an der Zeit, "die Samthandschuhe auszuziehen".

Mehr als 300 Raketen auf Israel

Radikale Palästinensergruppen haben seit Beginn der jüngsten Gewalteskalation Mitte Juni fast 300 Raketen auf Südisrael abgefeuert. Allein am Dienstag wurden nach Armeeangaben 120 Raketen aus dem Gazastreifen abgeschossen, von denen 23 abgefangen wurden. Die meisten der ungelenkten Raketen verursachten jedoch weder Opfer noch Schäden. Insgesamt verfügt die Hamas nach israelischen Angaben über etwa 10.000 Raketen mit Reichweiten bis etwas nördlich von Tel Aviv.

Die USA verurteilten die Angriffe. Israel habe ein Recht auf Selbstverteidigung, sagte US-Regierungssprecher Josh Earnest am Dienstag. Er zeigte sich zugleich besorgt über die Sicherheit von Zivilisten auf beiden Seiten. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Konfliktparteien zu größtmöglicher Zurückhaltung auf. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier warnte vor einer militärischen Konfrontation, die völlig außer Kontrolle geraten könnte.

Auslöser der jüngsten Gewalteskalation waren die Entführung und die Ermordung von drei jüdischen Teenagern am 12. Juni sowie der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jugendlichen in der vergangenen Woche. Israel ist seit der Entführung massiv gegen die Infrastruktur der Hamas im Westjordanland vorgegangen, hat Hunderte Mitglieder der Organisation festgenommen und bei Strafaktionen auch Wohnhäuser palästinensischer Familien gesprengt.

Israel will mit der Operation "Zuk Eitan" (Fels in der Brandung) den ständigen Raketenbeschuss seiner Ortschaften unterbinden. Die israelische Armee teilte am Nachmittag mit, bislang habe die Luftwaffe 150 "Terror-Ziele" im Gazastreifen angegriffen. Nach palästinensischen Angaben wurden auch ranghohe Hamas-Aktivisten getötet, darunter der Marinekommandeur Raschid Jassin.

mbe/dpa/AFP

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1. ...
JDR 09.07.2014
Zitat von sysopREUTERSDer Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern eskaliert mit atemberaubender Geschwindigkeit. Binnen Stunden regneten Dutzende Raketen auf Israel, zuvor starben mehrere Menschen bei israelischen Luftangriffen. Kommt es zu einem neuen Gaza-Krieg? http://www.spiegel.de/politik/ausland/eskalation-im-nahost-konflikt-hamas-feuert-raketen-auf-israel-a-979985.html
Wenn die derzeitige Eskalation eines zeigt, dann den Unterschied zwischen den Kriegern beider Nationen. Die Mörder der Hamas haben drei israelische Jungs entführt und brutal umgebracht. Gäbe man ihnen die Möglichkeit, sie würden mit jedem einzelnen Israeli, den sie in ihre Hände bekommen genau so verfahren. Die Regierungspartei Hamas hat dies getan und wird es wieder tun. Sie weiß, wo die Täter sind und schützt sie. Israelische Mörder haben es ihnen nachgemacht. Die israelische Regierung hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Mörder zu fangen und sie binnen Tagen überführt und verhaftet. Terroristen lassen als Unterstützung der Mordaktion Hunderte Raketen gezielt auf israelische Zivilisten herabregnen. Die israelische Luftwaffe schlägt gezielt gegen Terrorinfrastruktur zurück. Während das ZDF heult, dass die Zivilisten sich im Gazahstreifen vor den israelischen Angriffen nicht in Bunker zurückziehen können, baut die Hamas Bunker für ihre Raketen und Terrortunnel über Kilometer in israelisches Territorium. Israelische Zivilisten verstecken sich derweil in den Bunkern, welche ihre Regierung für sie gebaut hat. Für die Hamas ist jeder tote Zivilist ein Sieg, egal ob palästinensisch, israelisch oder einfach nur anwesend. Für den Staat Israel ist jeder tote Zivilist eine Niederlage. Ja, die Hamas fühlt sich stark, hofft, durch ihren Terror endlich wieder die Unterstützung der palästinensisch-arabischen Bevölkerung für sich zu gewinnen. Wahrscheinlich wird ihr das gelingen. Nach ein paar Hundert Toten wird sie wieder in einen Waffenstillstand einwilligen und Siegesfeiern veranstalten. Und die Welt wird Mahmoud Abbas bedauernd auf die Schultern klopfen für all die Opfer, welche die palästinensisch-arabische Bevölkerung bringen musste. Es stimmt. Sie sind Opfer. Opfer der Terroristen. So, wie die Israelis. Die Hamas hat Blut gewählt. Israel hat keine Wahl. Also wird Blut fließen.
2. solange die hamas
digidoila 09.07.2014
Zitat von sysopREUTERSDer Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern eskaliert mit atemberaubender Geschwindigkeit. Binnen Stunden regneten Dutzende Raketen auf Israel, zuvor starben mehrere Menschen bei israelischen Luftangriffen. Kommt es zu einem neuen Gaza-Krieg? http://www.spiegel.de/politik/ausland/eskalation-im-nahost-konflikt-hamas-feuert-raketen-auf-israel-a-979985.html
Terroristen den Gazastreifen kontrollieren und die eigene sowie die israelische Bevölkerung als Geiseln ihrer menschenverachtenden Politik halten wird es keinen dauerhaften frieden geben. das haben die 7 jahre ihrer Herrschaft bewiesen. es bleibt nichts übrig, als die Struktur ihrer macht zu zerbrechen, wie man es mit verbrechernestern halt tun muss. hoffe, die Zivilisten können sich zeitig in Sicherheit bringen.
3. Beide seiten sind nur noch zu verachten
panikl 09.07.2014
Seit dem 14. Mai 1948 wir dsich bekriegt und da kann mir keiner glaubhaft erklären das nicht beide Seiten diesen Zustand beibehalten wollen. Denn sonst hätten sie schon längst eine 2 Staaten lösung gefunden und Frieden geschlossen. Aber beiden seiten scheint nur daran gelegen sich gegenseitig zu bekriegen anstatt die Zivilbevölkerung effektiv durch ein Friedensvertrag zu schützen. Die Hardliner bei israelis und palästinensern gehören aus den PAralmenten und den Millitärs ausgeschlossen und vor ein ordentliches Gericht, dem Internationalen Gerichtshof, gestellt. Beide seiten begehen Kriegsverbrechen, Völkerrechtsbruch und weil beide seiten seit mehr als 30 Jahren UN Resolutionen nicht befolgen. Was auch zeigt das die UN im Grunde ein zahnloser Tiger im Nahen Osten ist.
4. Was für ein irrer Titel!
BettyB. 09.07.2014
Krieg kehrt nicht zurück, Menschen bomben ihn herbei...
5. Traurig,
Normalbürger 09.07.2014
weil die Zivilbevölkerung in Israel und Gaza immer am meisten leiden muss. Unterschied ist halt, dass Israel ein demokratischer Staat ist, während in Gaza die durchgeknallten Hamas-Radikalen offenbar das Sagen haben. Die allermeisten Palästinenser sind keine Radikalen, sondern wollen auch Frieden und ein normales Leben führen - ja, dann jagt die Radikalinskis doch endlich ins Meer, und verbündet Euch mit der israelischen Bevölkerung, anstatt die Juden ins Meer jagen zu wollen. Aber die Message verhallt wohl auch..
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