Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Eskalation in Nahost: Uno erwägt Untersuchung wegen Kriegverbrechen

Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen im Nahen Osten sind nach Auffassung der Vereinten Nationen möglicherweise Kriegsverbrechen verübt worden. Kommissarin Louise Abour drohte den Verantwortlichen mit Konsequenzen.

Genf - Besonders durch das Ausmaß und die Vorhersagbarkeit der Tötung und Verletzung von Zivilisten im Libanon, in Israel und in den Palästinensergebieten könnte der Tatbestand des Kriegsverbrechens erfüllt sein, erkläre Uno-Menschenrechtskommissarin Louise Arbour. Der Schutz der Zivilbevölkerung sei im internationalen Strafrecht festgeschrieben, das auch Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ahnde.Die Art und Weise der Tötungen an Zivilisten könnte eine strafrechtliche Verantwortung derjenigen mit sich bringen, die in eine führende Rolle in den Auseinandersetzungen spielten, erklärte Arbour. Sie nannte in dem Zusammenhang Befehlshaber sowie Personen, die Kontrollfunktionen ausübten, beschuldigte aber niemanden konkret.Bei den schwersten Luftangriffen Israels auf den Libanon seit Kriegsbeginn vor acht Tagen kamen am Mittwoch 58 Menschen ums Leben. Bis auf einen Kämpfer der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz handelte es sich bei allen Todesopfern um Zivilisten. In Israel kamen bei Raketenangriffen der Hisbollah zwei Kinder ums Leben.agö/Reuters

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: