Ukraine-Konflikt USA beteiligen sich an Militärparade vor russischer Grenze

Die Szene erinnert an den Kalten Krieg. Kampffahrzeuge des 2. US-Kavallerieregiments rollen durch die estnische Stadt Narva. Die Grenzstadt liegt nur wenige hundert Meter von Russland entfernt.

REUTERS

Narva - Die USA haben am Dienstag eine Militärparade in der estnischen Stadt Narva abgehalten. Der Ort befindet sich nur wenige hundert Meter von der russischen Grenze entfernt. Mit Flaggen geschmückte Kampffahrzeuge rollten am Morgen durch die Grenzstadt, wie die "Washington Post" berichtet.

An der Parade, die anlässlich des estnischen Nationalfeiertags stattfand, nahmen Soldaten des 2. US-Kavallerieregiments teil. Narva ist eine Grenzstadt, die nur durch einen Fluss von Russland getrennt ist.

Mitten im Ukraine-Konflikt dürfte Russland die Parade als Provokation empfinden. Außer US-Soldaten nahmen auch britische, holländische, spanische, lettische, litauische und estnische Soldaten an der Militärparade teil.

Estland gehört wie die anderen baltischen Staaten seit 2004 zur Nato. Russland äußert regelmäßig Kritik an der Nato-Osterweiterung.

Zuletzt versuchte auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko, eine Nato-Mitgliedschaft seines Landes voranzutreiben. Der Westen reagiert darauf eher zögerlich.

mka



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 223 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Banause_1971 25.02.2015
1. Und nun sollte auch der letzte Russlandkritiker verstehen,
warum Russland sich von der Nato bedroht fühlt. Und endlich wird auch erwähnt, dass sich die Nato ständig weiter Richtung Osten erweitert. Russland darf sich SEHR wohl bedroht fühlen. Man erinnert sich noch an die Kuba-Krise? Da standen wir kurz vor einem Weltkrieg weil die Amerikaner sich durch russisches Militär auf Kuba bedroht fühlten. Und HIER marschiert Amerika nur wenige hundert Meter vor Russlands Grenzen mit Kriegsgerät herum. Wie würde Amerika wohl reagieren, wenn Russland an der amerikanisch-mexikanischen Grenze eine Militärparade abhalten würde, und Mexiko sich zu Russland bekennen würde?
nothx 25.02.2015
2. so wirklich clever...
... scheinen diese Amerikaner nicht zu sein. Sollte der Ansatz nicht deeskalierend sein? Stattdessen schwenken sie das rote Tuch und warten auf.... ja auf was eigentlich? Weiß jemand, was das soll?
sachse78 25.02.2015
3. Wer will
Hier Krieg? Und wer provoziert? Frag mich, was der Friedensfalke damit bezweckt. Sind nich auch russische Kriegsschiffe im Pazifik? Die könnten mal paar Runden um Hawaii drehen.
dark_schneider 25.02.2015
4. Entfernungen
Kampffahrzeuge des 2. US-Kavallerieregiments rollen durch die estnische Stadt Narva. Die Grenzstadt liegt nur wenige tausend Kilometer von den USA entfernt. Da ist es schon befremdlich, dass vor nicht allzu langer Zeit noch russische Manöver auf russischem Territorium als Provokation verurteilt wurden. Solche Manöver beider Seiten schaden dem Friedensprozess.
Immanuel_Goldstein 25.02.2015
5.
Putin ist nicht der einzige, der provozieren kann. Das dürfte doch wohl klar sein. Ansonsten ist die Antwort der NATO ziemlich klar: ein weiterer Angriffskrieg Putins auf souveräne Staaten führt zu militärischen Gegenmaßnahmen. Es war nicht anders zu erwarten.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.