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EU-Beitritte: Merkel macht Balkanstaaten Hoffnung

"Es ist viel zu tun": Trotz dieser Mahnung will Kanzlerin Merkel die beitrittswilligen Staaten auf dem westlichen Balkan rasch an die EU heranführen.

Merkel und Albaniens Premier Edi Rama: "Es ist viel zu tun" Zur Großansicht
AFP

Merkel und Albaniens Premier Edi Rama: "Es ist viel zu tun"

Berlin - Angela Merkel hat sich bei einer Konferenz in Berlin zur "europäischen Perspektive" der zum Teil zerstrittenen Staaten auf dem westlichen Balkan bekannt. Deutschland will die sieben Nachfolgestaaten Jugoslawiens und Albanien zügig an die Europäische Union (EU) heranführen. Aber sie fügte bei einer Konferenz mit den Regierungschefs dieser Länder hinzu: "Es ist viel zu tun."

Bei den teilnehmenden Staaten der Konferenz handelte es sich neben Albanien um Serbien, Bosnien-Herzegowina, den Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Slowenien. Kroatien und Slowenien sind bereits EU-Mitglieder.

In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: "Alle Staaten des westlichen Balkans werden die Möglichkeit haben, der Europäischen Union beizutreten, wenn sie die Beitrittsvoraussetzungen erfüllen." Konkrete Zusagen gab es aber nicht. Die Teilnehmer stimmten auch überein, dass in der Region weitere Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruption und Organisierter Kriminalität ergriffen werden müssten.

Der scheidende EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso betonte, der Beitritt weiterer Balkanstaaten zur EU hänge von deren Reformtempo ab. "Aber es wird geschehen, daran wollen wir keinen Zweifel lassen." Barroso sicherte den Ländern des westlichen Balkans weitere EU-Hilfen zu, er bezifferte die Zahlungen auf 12 Milliarden Euro zwischen 2014 und 2020.

als/dpa

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insgesamt 54 Beiträge
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1. Spannend!
hobbyleser 28.08.2014
Welche Entscheidungskompetenz hat unsere aller Kanzlerin in dieser Frage?
2.
ritos 28.08.2014
... Kroatien ist Mitgliedstaat der EU seit 2013 !!!
3. Kroatien will EU beitreten??
MORlTZ 28.08.2014
"Bei den beitrittswilligen Staaten handelt es sich neben Albanien um Serbien, Bosnien-Herzegowina, den Kosovo, Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Slowenien." Kroatien ist doch schon längst Mitglied in der EU!
4.
Celestine 28.08.2014
Es geht schon lange nicht mehr um Europa oder gar um europäische Ideale sondern um wirtschaftliche und geopolitische Interessen. Das TTIP bildet mit den Amerikanern die größte Freihandelszone in der Welt. Noch mehr Staaten in der EU und alle Neuzugänge möglichst rasch in die Nato, und die Macht des amerikanisch-europäischen Kolosses ist ein Stückchen weiter zementiert ...
5. Schöne Aussichten, Frau Kanzlerin
seneca55 28.08.2014
Nach den Vorzeige-Aspiranten der letzten EU-Expansion - BG und Rumänien - freut sich Frau Merkel über Balkankandidaten: Albanien-Bosnien-Kosovo--Serbien besonders, weil sie bisher nur ihre Bürger als Asylanten nach Deutschland schicken können. So oder so, Deutschland braucht jedenfalls Ausld. Fachkräfte und die werden neben dem orientierungslosen Orient auf dem Balkan und der Ukraine von unserer Kanzlerin vermutet. Weiter so; denn es ist noch Suppe da!
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