Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Gipfel in Brüssel: EU führt ab Januar Beitrittsgespräche mit Serbien

Premier Ivica Dacic, Barroso: Serbien will am liebsten Gespräche im Herbst Zur Großansicht
AP

Premier Ivica Dacic, Barroso: Serbien will am liebsten Gespräche im Herbst

Die Europäische Union will Beitrittsverhandlungen mit Serbien aufnehmen. Das beschlossen die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel in Brüssel. Die Gespräche sollen spätestens im Januar beginnen.

Brüssel - Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich für Verhandlungen über einen EU-Beitritt Serbiens ausgesprochen. Dies teilte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy am Freitag in Brüssel mit. Die Gespräche sollten spätestens Anfang kommenden Jahres beginnen.

Die Staats- und Regierungschefs müssen gegen Ende dieses Jahres dem Verhandlungsrahmen noch einmal zustimmen, sagten Diplomaten. Die Gipfelrunde stimmte demnach auch Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit dem Kosovo zu. Dieses Abkommen ist eine Voraussetzung für spätere Beitrittsverhandlungen. Serbien solle ermutigt werden, die Normalisierung der Beziehung zum Kosovo fortzusetzen.

Das Kosovo, von Belgrad als Teil Serbiens betrachtet, hatte sich Anfang 2008 für unabhängig erklärt. Serbiens Regierungschef Ivica Dacic hatte gesagt, die EU dürfe keine zusätzlichen Hürden für die Beitrittsverhandlungen errichten.

Der Bundestag hatte am Donnerstag in einem Votum gefordert, die Verhandlungen mit Serbien sollten nicht vor Januar kommenden Jahres beginnen. Für diese relativ späte Aufnahme der Beitrittsverhandlungen hatte sich zuvor auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) ausgesprochen, um die Umsetzung von einer Vereinbarung zwischen Serbien und dem Kosovo zur Normalisierung ihrer Beziehungen zu beobachten. Andere EU-Mitgliedstaaten hatten einen früheren Beginn befürwortet. Die Regierung in Belgrad würde die Verhandlungen gerne im Herbst aufnehmen.

Zum Auftakt ihres zweiten Gipfeltags hatten die Staats- und Regierungschefs der EU die Aufnahme Lettlands in das gemeinsame europäische Währungsgebiet zum 1. Januar 2014 begrüßt. Das Land habe alle Beitrittskriterien erfüllt, so Van Rompuy.

fab/heb/dpa/AFP

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. wie wärs denn
outwiper 28.06.2013
vielleicht noch mit marokko? das dürfte geographisch genausogut zu europa gehören wie die türkei. nur dass diesmal spanien einen fliegenschiss auf dem andern kontinent besitzt.
2. .
togral 28.06.2013
Man sollte die EU erst mal so aufbauen das sie mit so vielen Mitgliedern handlungsfähig ist und nicht immer sofort alles still steht wenn Cameron Blähungen hat oder Merkel das Gesicht verrutscht. Dann kann man über neue Mitglieder reden.
3. Ansichtssache
derandersdenkende 28.06.2013
Zitat von sysopAPDie Europäische Union will Beitrittsverhandlungen mit Serbien aufnehmen. Das beschlossen die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfel in Brüssel. Die Gespräche sollen spätestens im Januar beginnen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-beschliesst-beitrittsgespraeche-mit-serbien-a-908388.html
Ich hätte die Teile des zerschlagenen Jugoslawien nur gemeinsam aufgenommen oder gar nicht. Hier wird wiedermal nach dem Motto "Teile und Herrsche" agiert. Oder wollte man diejenigen besonders belobigen, die am hartnäckigsten an der Revision des Status Quo nach dem 2. WK gearbeitet haben? Die Auffrischung alter Seilschaften dürfte sich nicht unbedingt positiv auf die EU auswirken!
4. ich
uli1056 28.06.2013
bin fuer Thailand, denn da lebe ich seit Jahren, dann haette ich keine Probleme, mein Tochter mal nach Euroland zu bringen! Leider verliere ich immer mehr den Glauben an ein EUROPA.
5. Irre!
systemsturz 28.06.2013
Dieses EU-Konstrukt funktioniert jetzt schon nicht, weil zuviele heterogene Staaten beteiligt sind. Jetzt wird es noch größer aufgeblasen. Soll mir recht sein. Platzt es eben schneller.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: