Infografik der Woche Dafür gibt die EU ihr Geld aus

Das EU-Parlament hat den Haushalt 2016 verabschiedet. Unsere Grafik zeigt, wo die Milliarden hinfließen - und welche Staaten wie viel zahlen.


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Am Mittwoch hat das EU-Parlament dem Haushalt für das Jahr 2016 zugestimmt. Bei den geplanten Ausgaben umfasst er ein Volumen von rund 144 Milliarden Euro - etwas mehr als im Vorjahr, aber etwas weniger als 2013, dem bisher umfangreichsten Haushaltsjahr.

Mehr Geld als im Vorjahr soll es 2016 unter anderem für Forschung und Innovation geben. Der Strukturfonds hingegen ist im Volumen etwas geringer geworden, und auch die Ausgaben im Bereich Landwirtschaft sind um mehr als eine Milliarde Euro geringer als 2015.

Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise werden in diesem und im nächsten Jahr aus dem EU-Haushalt insgesamt 9,3 Milliarden Euro mobilisiert. Für eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Türkei, einem Schlüsselland in der Flüchtlingskrise, sind im Gemeinschaftshaushalt mindestens 500 Millionen Euro vorgesehen.

Generell lässt sich an der Infografik der Woche von Statista und SPIEGEL ONLINE ablesen, dass der Bereich Landwirtschaft zwar einen hohen Anteil am Gesamtbudget ausmacht, der Zuwachs im Gesamtvolumen in den vergangenen 15 Jahren aber in anderen Bereichen stattgefunden hat.

Interessant ist auch ein Vergleich der Gesamtausgaben mit dem deutschen Bundeshaushalt. Dieser umfasst 299 Milliarden Euro für das Jahr 2015 und ist damit mehr als doppelt so groß.

Wie groß der Saldo für jedes EU-Land pro Kopf ausfällt, lässt sich der Kartendarstellung entnehmen. Im Haushaltsjahr 2014 hat Deutschland pro Einwohner 190,97 Euro mehr in den EU-Haushalt eingezahlt, als es empfangen hat. Generell gehören die zentral- und nordeuropäischen Staaten mehrheitlich zu den Nettogebern, während die größten Empfänger pro Kopf in Ost- und Südosteuropa zu finden sind.


Mehr Infografiken der Woche finden Sie auf der Themenseite.

Andreas Grieß (Statista)/Patrick Stotz (mit Material von dpa)

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insgesamt 67 Beiträge
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oloh 26.11.2015
1. Ungarn
Ungarn mit 576,87 Spitzenreiter beim Handaufhalten. Das muss sich dringend ändern, ansonsten sinkt die Akzeptanz der Raffke-EU gegen null.
windpillow 26.11.2015
2. Frage:
Was sind "Andere Ausgaben"?
Tiberias 26.11.2015
3. Interessant...
...dass die Europa-Feinde in Ungarn am meisten Geld von der EU abschöpfen. Die neue - ebenfalls europafeindliche Regierung in Polen - wird da wohl hoffentlich konsequenterweise nicht nur die Europaflaggen abhängen, sondern auch die Inanspruchnahme von Hilfgeldern aus der EU abstellen. :-)
galbraith-leser 26.11.2015
4. Die üblichen Verdächtigen
Mit Ungarn, Griechenland und dem Baltikum stehen die üblichen Verdächtigen an der Spitze der Empfänger und mit den Niederlanden, Schweden und Deutschland bei den Gebern. Auch wenn man sich im Fall von Griechenland schon wundern muss, warum die es trotz mehr als 30 Jahren massiver Unterstützung aus den Strukturfonds nicht geschafft haben, etwas aufzubauen und vom Empfänger- zum Geberland zu werden. Das ist doch der Sinn von Strukturhilfe. Aber es wird wohl doch nur verfrühstückt oder landet auf Schweizer Konten. Aber warum bekommt das reiche Luxemburg pro Kopf 142 Euro aus dem EU-Haushalt? Gibt es dafür eine sinnvolle Erklärung?
modellflieger 26.11.2015
5. Unser Geld
Die EU (Brüssel) gibt nicht ihr Geld aus, sondern unser Geld.
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