Reaktion auf Atomtest EU verschärft Sanktionen gegen Nordkorea

Europa reagiert auf den jüngsten Atomtest des Kim-Regimes. Die EU hat sich auf neue Strafmaßnahmen gegen Nordkorea geeinigt. Die nun vereinbarten Sanktionen richten sich gegen das Raketenprogramm und den Finanzsektor der Diktatur.

Nordkoreanische Führung um Kim Jong Un (4.v.r.): EU verhängt Strafmaßnahmen
AFP/ KCNA via KNS

Nordkoreanische Führung um Kim Jong Un (4.v.r.): EU verhängt Strafmaßnahmen


Brüssel - Als Reaktion auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas hat die Europäische Union ihre Sanktionen gegen das Land verschärft. Den Beschluss fassten die EU-Außenminister am Montagnachmittag in Brüssel, wie das Sekretariat des Ministerrates mitteilte. Damit setzt die Europäische Union die in den Vereinten Nationen verabredeten Restriktionen um, geht aber auch darüber hinaus. Die Minister bedauerten, "dass Nordkorea einmal mehr schlecht beraten dem Pfad der Provokation und Isolation folgt".

Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen die Raketenpläne sowie den Finanzsektor des Landes. "Das ist die Antwort auf ein Nuklearprogramm, das eine Gefährdung nicht nur der Region bedeutet, sondern der Sicherheitsarchitektur weltweit", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zu Beginn des Treffens. "Nordkorea verstößt mit den Raketen- und Atomtests gegen internationales Recht, gegen das Völkerrecht."

Nordkorea hatte am vergangenen Dienstag einen unterirdischen Nuklearwaffentest unternommen. Der Test wurde international verurteilt.

Die EU verbietet Diplomaten zufolge nun zusätzlich zu den bereits bestehenden Sanktionen die Lieferung weiterer Güter, die für das Raketenprogramm des Landes genutzt werden können.

Die EU hatte bereits 2006 unter anderem ein Waffenembargo und Einreiseverbote gegen Nordkorea verhängt. Nun sollen zudem weitere Unternehmen und Personen mit Einreiseverboten und Vermögenssperren in der EU belegt werden, die mit Waffen oder solchen Gütern handeln, die als Waffen eingesetzt werden können. Schließlich sollen die EU-Sanktionen den Finanzsektor des abgeschotteten Landes treffen, indem der Kauf nordkoreanischer Staatsanleihen verboten wird.

Waffenembargo gegen Syrien verlängert

Außerdem verlängerten die EU-Außenminister das Waffenembargo gegen Syrien um drei Monate. Zugleich vereinbarten sie, das Verbot der Lieferung von militärischer Ausrüstung solle so geändert werden, dass der Opposition größere Unterstützung durch Lieferung "nicht-letaler" - also nicht-tödlicher - Güter geleistet werden könne.

Diplomaten sagten jedoch, diese Formulierung habe "praktisch keine praktische Bedeutung", weil solche Lieferungen ohnehin schon erlaubt seien. Es handele sich um eine politische Geste gegenüber Großbritannien, das größere Änderungen gefordert hatte. Das Waffenembargo wäre am 28. Februar ausgelaufen, hätten sich die Minister nicht geeinigt.

fab/AFP/Reuters

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insgesamt 84 Beiträge
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Seite 1
LarsLondon 18.02.2013
1. Fazit:
Es aendert sich also erst mal (so gut wie) gar nichts.
crocodile dentist 18.02.2013
2. Etwas OT, aber trotzdem
zum Schmunzeln: Papas Parka wird wohl reihum gereicht, diesmal ist der sichtlich geknickte zweite Herr v.l. an der Reihe!
kein Ideologe 18.02.2013
3. 456789
Zitat von sysopAFP/ KCNA via KNSEuropa reagiert auf den jüngsten Atomtest des Kim-Regimes. Die EU hat sich auf neue Strafmaßnahmen gegen Nordkorea geeinigt. Die nun vereinbarten Sanktionen richten sich gegen das Raketenprogramm und den Finanzsektor der Diktatur. http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-verschaerft-sanktionen-gegen-nordkorea-nach-atomtest-a-884098.html
gibt es eigentlich auch einen Boykott für Hosen in der richtigen Länge? Oder besser Kürze?
iman.kant 18.02.2013
4. Welche Sanktionen?
Entweder geht es nur mir so oder haben auch andere hier ein Problem mit dem Artikel. Es wird lapidar mitgeteilt dass Sanktionen verstärkt wurden. Dass einzige zu vorherigen Artikeln ist die Zeit - von "werden Sanktionen verhängt werden" zu "wurden Sanktionen verhängt". Ist das hier wirklich ein ernstgemeinter Artikel? Vielleicht ist der Informationsgehalt für ein Dschungelcamp ausreichend, für ernsthaften Journalismus fürchte ich ist der Informationsgehalt unzureichend!
drmedwurst 18.02.2013
5. Na dann
Ich glaube nicht, dass das Nordkorea davon abhält weiterhin Atomraketen/bomben zu bauen. Da wird sich nur etwas ändern, wenn China ein Machtwort spricht und das Hündchen Nordkorea zurückpfeift.
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