Europarat: Scharfe Kritik an Terror-Listen
Verdacht auf Willkür in Sachen Terrorbekämpfung: Der für Menschenrechte zuständige Ausschuss des Europarats hat Listen verurteilt, die von EU und Uno geführt werden. Dort vermerkte Verdächtige hätten "weniger Rechte als ein Serienmörder", kritisiert Ermittler Dick Marty.
Paris - Der für Menschenrechtsfragen zuständige Ausschuss des Europarats bezeichnete die Listen der Terrorverdächtigen von Uno und EU als vollkommen willkürlich. Diese Schwarzen Listen verletzten die demokratischen Grundrechte, heißt es in dem Bericht des vom Europarat eingesetzten Schweizer Ermittlers Dick Marty. Der Europaratsausschuss für Rechtsfragen genehmigte den Entwurf Martys am Montag in Paris.
Ermittler Dick Marty: Serienmörder haben in Europa mehr Rechte
Es komme vor, dass Personen allein auf Grund eines vagen Verdachts auf die Listen gesetzt würden und kein Rechtsmittel hätten, um sich dagegen zu wehren, sagte Marty und fügte hinzu: "Ein Serienmörder hat in Europa viel mehr Rechte." Der Europarat wird den Bericht auf seiner Sitzung vom 21. bis 25 Januar 2008 beraten.
reh/AFP/dpa
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