Europawahl 2019 Timmermans ist Spitzenkandidat der Sozialdemokraten

Er soll für die Europäischen Sozialdemokraten um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten kämpfen: Bei einem Parteitag haben die Delegierten Frans Timmermans zum Spitzenkandidaten gekürt.

Frans Timmermans
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Frans Timmermans


Seine Kandidatur hatte er bereits im Oktober bekannt gegeben, Anfang November hatte sich zudem sein einziger innerparteilicher Mitbewerber Maros Sefcovic aus dem Rennen zurückgezogen. Jetzt haben die Europäischen Sozialdemokraten den früheren niederländischen Außenminister Frans Timmermans offiziell zum Spitzenkandidaten für die Europawahl 2019 bestimmt. Die rund 1000 Delegierten eines Parteitags in Lissabon bestätigten ihn per Akklamation.

Der 57-Jährige ist Vizepräsident der EU-Kommission und will dem Luxemburger Jean-Claude Juncker als Chef der Behörde nachfolgen. Damit ist er Rivale des CSU-Politikers Manfred Weber, der den Posten für die Europäische Volkspartei (EVP) erobern will.

SPD-Chefin Andrea Nahles beglückwünschte Timmermans auf Twitter und schrieb: "Europa ist am Scheideweg. Bewegen wir uns auf größere Solidarität zu oder auf 'unsere Nation zuerst'? Wir Sozialdemokraten stehen zusammen, um für ein gerechteres und sozialeres Europa zu kämpfen. Viel steht auf dem Spiel."

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Congratulations, @TimmermansEU, our #eu2019 leading candidate. Europe is at a crossroads. Are we heading towards greater solidarity or towards „our nation first“? We as social democrats stand together to fight for a more just and social Europe. Much is at stake. #PESinLisbon ����

— Andrea Nahles (@AndreaNahlesSPD) 8. Dezember 2018

Unabhängig vom europäischen Spitzenkandidaten hat die SPD bereits Justizministerin Katarina Barley als deutsche Spitze für den Europawahlkampf nominiert. Sie soll ein Duo mit Udo Bullmann bilden, dem sozialdemokratischen Fraktionschef im Europaparlament.

Frans Timmermans wuchs in Paris, Brüssel, Rom und im niederländischen Heerlen auf und spricht sieben Sprachen. Als erster Stellvertreter Junckers in der EU-Kommission ist der 57-Jährige unter anderem zuständig für Nachhaltigkeit und Rechtsstaatlichkeit. So startete er im Auftrag der Kommission auch das Verfahren gegen Polen wegen der möglichen Gefährdung von EU-Grundwerten durch den Umbau der Justiz.

Bei der Europawahl im Mai wird zwar nicht über den EU-Kommissionschef abgestimmt. Die Spitzenkandidaten der großen europäischen Parteien haben dann aber grundsätzlich Chancen, im Herbst 2019 Nachfolger von Jean-Claude Juncker an der Spitze der mächtigen EU-Behörde zu werden. Nötig ist dafür eine Nominierung durch den Rat der EU-Länder und eine Mehrheit im Europaparlament. Beides wird wohl nur mit einem größeren Parteienbündnis zustande kommen.

eth/dpa



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Jetzt_mal_ernsthaft 08.12.2018
1. Gesicht der SPD
Sorry, aber ich kann nicht anders. Dieser,(bestimmt sehr nette und kompetente ) Mann sieht für mich wie das Abbild seiner Partei aus. Man kann die Delegierten die ihn gewählt haben nur beglückwünschen, sie haben 100%ig einen der IHREN gewählt. Nur weiter so, ist nicht mehr weit bis unter 10%.
corvinus.m 10.12.2018
2.
Eine schlechte Nachricht für die EU, sollte Herr Timmermans noch mehr an Einfluß gewinnen. Die Spaltung der EU würde sich unter seiner Präsidentschaft erst recht beschleunigen. Herr Timmermans steht in der vordersten Reihe auf der geleakten Liste der Open Society, auf der 226 europäische Persönlichkeiten als „zuverlässige Verbündete“ für Georg Soros Ziele gelistet sind, die es vor allem von den diversen Soros NGO’s anzusprechen gilt, um den Zielen des „Philantropen“ und Börsenspekulanten bei der Verwirklichung der neuen Weltordnung näherzukommen. Herr Timmermans kennt Herrn Georg Soros seit 20 Jahren, teilt seine Ideologie, ist mit ihm eng befreundet und trifft sich regelmäßig mit ihm. Er ist sein wichtigster Verbündeter bei der Erarbeitung und Durchsetzung von Soros Plan der „Offenen Gesellschaft“ oder „Vereinigten Europas“ im Sinne einer links liberalen globalen Weltordnung. Die Brüsseler Einwanderungspolitik und der UN-Migrationspakt werden aus dieser Quelle gespeist. Als Vorsitzender der LIEBE Kommission des Europäischen Parlaments mißbraucht er bis jetzt schamlos, vorbei an geltendem EU-Recht, diese Organ als politisches Instrument gegen die Mitgliedstaaten wie etwa die Visegrader 4, die eine andere Vorstellung von der EU haben, nämlich ein starkes Europa, basierend auf starken Nationalstaaten im Sinne des Lissabonvertrages und ohne Masseneinwanderung.
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