Bolivien Morales erklärt sich zum Wahlsieger

Noch gibt es kein offizielles Ergebnis, doch laut Hochrechnungen hat Evo Morales die Wahl in Bolivien gewonnen. Der 54-Jährige erklärte sich bereits zum Sieger.


Sucre - Boliviens Staatschef Evo Morales hat seinen Sieg bei der Präsidentenwahl verkündet. Der 54-jährige Kandidat der linken Bewegung zum Sozialismus (MAS) erhielt Nachwahlbefragungen zufolge rund 60 Prozent der Stimmen, wie die staatliche Nachrichtenagentur ABI meldete. Der konservative Unternehmer Samuel Doria Medina kam demnach mit rund 25 Prozent auf den zweiten Platz. Ein vorläufiges Endergebnis soll es nach Angaben der Wahlbehörde im Laufe des Montags geben.

Morales widmete seinen Sieg Fidel Castro, dem verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez und allen "anti-imperialistischen und anti-kapitalistischen Führern". Die Opposition rief er zur Zusammenarbeit auf. Wahlberechtigt waren knapp 6,3 Millionen Bolivianer, 270.000 von ihnen durften auch im Ausland abstimmen.

Morales war erstmals 2006 zum bolivianischen Präsidenten gewählt worden. Seine dritte Amtszeit würde bis 2020 dauern. Laut der neuen Verfassung von 2009 sind zwar nur noch zwei Amtszeiten zugelassen, doch urteilte das Verfassungsgericht im vergangenen Jahr, dass Morales' erste Amtszeit von dieser Regel ausgenommen ist.

Den Umfrageinstituten Ipsos und Mori zufolge gewann Morales alle Regionen mit Ausnahme des nordöstlichen Departamento Beni. Auch im Kongress, der ebenfalls am Sonntag neu gewählt wurde, kann Morales den Hochrechnungen zufolge mit einer starken Mehrheit rechnen. Nach Bekanntwerden der Zahlen strömten tausende Anhänger Morales' in La Paz zum Präsidentenpalast, um seine Siegesrede zu hören.

bka/dpa/AFP



insgesamt 11 Beiträge
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Bebraham 13.10.2014
1. Alles Gute
dem neuen, alten Präsidenten. Vor allem Gesundheit...
Luscinia007 13.10.2014
2.
Der Aufreger des Morgens! Evo Morales erklärt sich zum Wahlsieger, obwohl noch kein offizielles Ergebnis vorliegt! Skandal! Ist das anrüchig? Oder nur GWBesk? Ein lupenreiner Demokrat kann das ja nicht sein! In Deutschland wartet der Wahlsieger selbstverstänlich immer bis zum vorläufigen amtlichen Endergebnis ab, bis er sich zum Wahlsieger erklärt! Man erinnere sich nur an Angela Merkels vornehme Zurückhaltung in der Elefantenrunde 2005! Vielleicht wäre es angemessener gewesen, wenn SPON in den Titelzeilen auf die 60 Prozent hingewiesen hätte, die Morales laut Hochrechnungen bekommen hätte. Und nicht diese suggestive Schlagzeile, die demokratische Anrüchigkeit vermuten lässt!
mullah_nd 13.10.2014
3. Herzlichen Glückwunsch!
Eine paar Ergänzungen zur diesem Beitrag: Morales ist der erste indigene Präsident Amerikas. Ferner fährt er einen stark anti-neoliberlaen Kurs und hat damit nicht nur die zur Zeit stärkste Wirtschaftswachstumsrate für Bolivien in Südamerika erreicht, sondern zugleich auch die Schere zwischen Arm und Reich verkleinert, indem er vielen der Armen mit seinem 'Wirtschaftsprogramm' geholfen hat. Wenn das nicht für den einen oder anderen ein Lehrstück ist!
Peterldw 13.10.2014
4. Wirtschaft
Zitat von mullah_ndEine paar Ergänzungen zur diesem Beitrag: Morales ist der erste indigene Präsident Amerikas. Ferner fährt er einen stark anti-neoliberlaen Kurs und hat damit nicht nur die zur Zeit stärkste Wirtschaftswachstumsrate für Bolivien in Südamerika erreicht, sondern zugleich auch die Schere zwischen Arm und Reich verkleinert, indem er vielen der Armen mit seinem 'Wirtschaftsprogramm' geholfen hat. Wenn das nicht für den einen oder anderen ein Lehrstück ist!
Welche Wirtschaft meinen sie, die angeblich gewachsen ist? Ja und der Morales ist ja schon eine Weile am Ruder und hilft immer noch den Armen, die doch im Sozialismus eigentlich gar nicht geben dürfte. Vielleicht wäre man mit einer demokratischen Führung schon ein ganzes Stück weiter.
Wolfes74 13.10.2014
5. ...
Zitat von PeterldwWelche Wirtschaft meinen sie, die angeblich gewachsen ist? Ja und der Morales ist ja schon eine Weile am Ruder und hilft immer noch den Armen, die doch im Sozialismus eigentlich gar nicht geben dürfte. Vielleicht wäre man mit einer demokratischen Führung schon ein ganzes Stück weiter.
Eine "demokratische" Führung gab es vor 2006. Ergebnis war Armut, Armut nochmals Armut, Korruption, Gewalt , Unterdrückung der Opposition und so weiter und so fort. Das es solches auch unter soz. Führung gibt ist unbestritten - aber da es die Demokraten net besser können, einfach Schn... halten. Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee ein Sozialist könnte im Handumdrehen die Folgen "demokratischer" Führung beseitigen. Bolivien ist nun mal ein armes Land, da muss man das beste darus machen - unter Einbeziehung aller Einwohner. Nicht so wie vorher, unter "demokratischer" Führung, wo es nur einigen Eliten bestimmt war ein Auskommen zu haben und der Rest verhungern durfte.
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