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Falkland-Konflikt: Argentinien will mit Großbritannien verhandeln

Falklandinseln im südlichen Atlantik: Die Inselgruppe gehört seit 1833 zu Großbritannien Zur Großansicht
REUTERS

Falklandinseln im südlichen Atlantik: Die Inselgruppe gehört seit 1833 zu Großbritannien

Seit Jahrzehnten streiten Großbritannien und Argentinien um die Falklandinseln. Nun will die Regierung in Buenos Aires die Gespräche über den rechtlichen Status der Inselgruppe wieder aufnehmen.

183 Jahre nach der Besetzung der Falklandinseln durch britische Truppen hat Argentinien die Regierung in London zu Gesprächen über den rechtlichen Status der Inselgruppe im Südatlantik aufgerufen. "Argentinien unterstreicht seinen Willen zu einer friedlichen Lösung des Konflikts und lädt Großbritannien ein, die Gespräche wieder aufzunehmen", teilte das Außenministerium in Buenos Aires am Sonntag mit.

Die 400 Kilometer östlich von Südargentinien gelegenen Falklandinseln befinden sich seit 1833 unter britischer Kontrolle, die Regierung in Buenos Aires beansprucht sie aber seit Langem für sich. Nach einer Invasion der argentinischen Armee lieferten sich beide Länder 1982 einen kurzen Krieg um die Inseln, bei dem mehr als 900 Soldaten getötet wurden. Die militärische Niederlage Argentiniens führte im folgenden Jahr zum Sturz der Militärdiktatur.

2013 hatten sich die etwa 3000 Bewohner in einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib bei Großbritannien ausgesprochen. Argentinien erkennt das Referendum allerdings nicht an.

Angesichts der Entdeckung großer Ölvorkommen vor den Inseln hatten sich die Spannungen zwischen beiden Staaten in den vergangenen Jahren wieder verschärft.

asc/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 66 Beiträge
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1. Die Argentinier sollen froh sein
Haywood Ublomey 03.01.2016
dass sie den Krieg verloren haben. So wurden sie ihre Diktatur los. Wer weiß, wie viele Morde die sonst noch begangen hätte. Aber vielen Briten wäre damals ein anderer Ausgang lieber gewesen. Er hätte Margaret Thatchers politische Karriere beendet und einige Weichen in der Geschichte anders gestellt.
2. Die argentinische Illusion
Bueckstueck 03.01.2016
Worüber sollte GB denn verhandeln? Die Menschen die dort schon seit Generationen leben, wollen nicht zu Argentinien gehören. Und da der Steinhaufen davor auch eher willkürlich zu Argentinien gehörte, konnten ihn sich die Briten damals genau so willkürlich unter den Nagel reissen. Feddich.
3. Was gibt es da denn zu verhandeln?!?
Delos99 03.01.2016
Geologisch mag Argentinien vielleicht noch Argumente haben, das spielte in der neuen Welt aber nie eine Rolle. Die Einwohner sind britisch und damit haben andere Staaten einfach nichts zu melden. Akzeptiert es einfach, die "Islas Malvinas" gehören Euch nicht mehr und werden es auch nicht, bis eine Mehrheit der Bewohner das so will.
4. Referendum muss anerkannt werden
demophon 03.01.2016
Als Bedingung für die Aufnahme von Gesprächen sollte GB von Argentinien verlangen, dass 2013 abgehaltene Referendum anzuerkennen. Nur auf dieser Grundlage, die den eindeutigen Willen der Bevölkerung ausdrückt, kann es überhaupt zu einem Zusammentreffen kommen. Argentinien hatte schon vor dem Krieg mit GB keinen Anspruch auf die Falkland Inseln, nachdem es ihn verloren hatte erst recht nicht. Wer einen Krieg verliert, verliert auch Territorialansprüche.
5. Da gibt es nichts zu verhandeln
EMU 03.01.2016
1831 wurden die Inseln Kraft der Kanonen der USS Lexington für "Frei von jeglicher Regierung" ("free of all government") erklärt und danach waren die Briten die ersten die dort ihre Fahne hochzogen. Wenn die Argentinier da nachverhandeln wollen, müssen sie zuerst mal mit den Amis diskutieren und die werden denen was husten.
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