Fall Sergej Skripal Internetseite nennt Namen eines dritten GRU-Agenten

Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf Ex-Agent Skripal wollen Journalisten zwei Verdächtige identifiziert haben. Nun berichtet eine russische Website, dass ein dritter Agent des Militärgeheimdienstes GRU beteiligt gewesen sein soll.

Polizeiabsperrung in Salisbury
AFP

Polizeiabsperrung in Salisbury


Eine russische Nachrichten-Website hat im Fall des Giftanschlags auf den ehemaligen britisch-russischen Doppelagenten Sergej Skripal den Namen eines dritten Beteiligten ins Gespräch gebracht. Demnach könnten die britischen Ermittler demnächst einen Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU mit dem Namen Sergej Fedotow als weiteren Beteiligten im Zusammenhang mit dem Anschlag nennen, berichtete am Mittwoch die Website "Fontanka". Eine Quelle wird in dem Bericht allerdings nicht genannt.

Bereits im September hatte die britische Zeitung "Telegraph" berichtet, die Polizei habe einen dritten russischen Geheimdienstmitarbeiter identifiziert, der vermutlich zur Vorbereitung des Anschlags eingesetzt worden sei. Einen Namen nannte die Zeitung nicht.

Skripal und seine Tochter Julija waren im März in der südenglischen Stadt Salisbury durch das in der Sowjetunion entwickelte Nervengift Nowitschok fast getötet worden. Großbritannien wirft Russland vor, hinter dem Anschlag zu stecken. Die Regierung in Moskau bestreitet das.

Video: Russland und der Skripal-Giftanschlag

DPA/ AP/ Metropolitan Police

Erst vor wenigen Tagen hatten das Recherchenetzwerk "Bellingcat" und der russische Rechercheblog "The Insider" nach eigenen Angaben die Identität der beiden verdächtigen Russen aufgedeckt, die hinter dem Anschlag stecken sollen. Den Recherchen zufolge handelt es sich bei den Männern um Alexander Jewgenjewitsch Mischkin und Anatoli Tschepiga, die beide Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU sein sollen (mehr dazu erfahren Sie hier).

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch zu Berichten, Präsident Wladimir Putin habe Mischkin 2014 persönlich mit einem hohen Orden ausgezeichnet, dazu werde er nicht Stellung nehmen. Russland werde dem nicht nachgehen und habe von der britischen Seite auch "keinen offiziellen Auftrag" dazu.

aar/Reuters/AFP

insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Jugendlicher 11.10.2018
1. und nun ?
Die Angabe einer Quelle, die keine Quelle angibt, soll jetzt was aussagen ? Ich vermute mal nichts.
viceman 11.10.2018
2. ich schau mir die
Bilder der Überwachung an, wo bitte steckt der 3.Mann ? Der mit dem abc-schutzanzug, den muss doch jemand gesehen haben oder eine kamera eingefangen haben. mit dem schutzanzug unbemerkt tausende kilometer bis zum tatort. das passt schon
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.