Fehlalarm in Washington US-Flugzeug verliert Funkkontakt - Kapitol geräumt

Schrecksekunde am Neujahrstag: Die Behörden in Washington haben vorübergehend Gebäude im Regierungsviertel räumen lassen, darunter das Kapitol, Kampfjets wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Eine Passagiermaschine hatte kurzzeitig den Funkkontakt zum Reagan Airport der Stadt verloren.

Kapitol: Funkstille sorgt für Nervosität
dpa

Kapitol: Funkstille sorgt für Nervosität


Washington - Das Kapitol und alle Gebäude des Senats und Repräsentantenhauses wurden am Samstag geräumt, weil ein Flugzeug im Luftraum von Washington D.C. den Funkkontakt zum Reagan Airport verloren hatte. Nach einem Bericht der "New York Times" wurden Kampfflugzeuge von der Andrews Air Force Base in Maryland angefordert und über der US-Hauptstadt zusammengezogen.

Der Flug Nummer 4352 der Piedmont Airlines war den Angaben zufolge von Hilton Head im U.S.-Bundesstaat South Carolina zum Reagan Airport unterwegs. Eine Polizeisprecherin sagte, um halb zwei am Nachmittag habe das Flugzeug den gesperrten Luftraum erreicht. Nach Angaben der Bundesluftfahrtbehörde FAA ging der Funkkontakt mit dem Flugzeug verloren, als es in die Nähe der Hauptstadt kam. Die Funkstille habe etwa 15 Minuten angedauert. Offiziellen Angaben zufolge hatte der Pilot versehentlich die falsche Funkfrequenz gewählt.

Laut "Washington Post" verschickte die Polizei gegen 13.30 Uhr Ortszeit eine E-Mail an alle Personen, die im Kapitol-Komplex arbeiten. Darin stand der Zeitung zufolge, dass man die Gebäude verlassen solle. Allzu viele Personen hätten sich aber ohnehin nicht in den Gebäuden aufgehalten. Viele Abgeordnete und deren Mitarbeiter seien im Urlaub. Auch das Besucherzentrum des Kapitols sei geschlossen. Der Kongress tritt erst am 5. Januar zusammen.

Die Räumung wurde eine halbe Stunde später vorzeitig beendet, als das Bodenpersonal mit dem Flugzeug Funkkontakt aufnahm und die Maschine wie geplant am Reagan Airport landete.

Piedmont Airlines ist eine Tochtergesellschaft von US Airways. Eine Sprecherin der Airline sagte, man arbeite mit den Behörden zusammen, um den Vorfall zu untersuchen. Wie viele Passagiere an Bord der Maschine waren, war zunächst nicht bekannt. Die Maschinen der Fluglinie sind je nach Modell für 37 bis 80 Passagiere ausgelegt.

ulz



insgesamt 16 Beiträge
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quadraginti, 01.01.2011
1. Deutscher
Da hat wohl ein Deutscher *Bundesbahn-Ingenieur *umgeschult und als Funktechniker in USA angefangen*?*
eiffe, 02.01.2011
2. vorhanden
Zitat von sysopSchrecksekunde am Neujahrstag: Die Behörden in Washington haben vorübergehend Gebäude im Regierungsviertel evakuiert, darunter das Kapitol, Kampfjets wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Eine Passagiermaschine hatte kurzzeitig den Funkkontakt zum Reagan Airport*der Stadt verloren. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,737362,00.html
Flugzeuge lieber gleich präventiv abschießen. Prävention kommt doch sonst immer zu kurz.
Naturhuf 02.01.2011
3. USA weiss noch nix
Interessant - ich sehe die Nachricht no gar nicht auf der CNN Webseite....die hinken aber ganz schön ihrem eignem Land nach.....
mbberlin, 02.01.2011
4. ...
Das Flugzeug war lt. Artikel in "der Nähe der Stadt". Was heißt das in Kilometern bzw. Flugdauer zum Kapitol? Wie lange braucht eine Evakuierung? Warum wurde nur das Kapitol evakuiert?
aceofspade 02.01.2011
5. ?
Zitat von sysopSchrecksekunde am Neujahrstag: Die Behörden in Washington haben vorübergehend Gebäude im Regierungsviertel evakuiert, darunter das Kapitol, Kampfjets wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Eine Passagiermaschine hatte kurzzeitig den Funkkontakt zum Reagan Airport*der Stadt verloren. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,737362,00.html
Was soll man dazu sagen? Shit happens.
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