Spionagekamera an Syriens Küste Wo die Felsen Augen haben

Propaganda oder echter Fund? Syrien behauptet, an seiner Küste eine israelische Spionagekamera entdeckt zu haben: Das Gerät war demnach unter einer Felsattrappe verborgen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Israel mit derartiger Tarnung arbeitet.

AP/ SANA

Damaskus - Für Syrien ist es ein Beweis für eine unzulässige Einmischung Israels in syrische Angelegenheiten: Der staatliche Rundfunk des Bürgerkriegslandes veröffentlichte an diesem Donnerstag Bilder, die angeblich eine israelische Spionagekamera zeigen. Die Kamera sei an der syrischen Küste entdeckt worden, hieß es, genauere Angaben zum Fundort wurden nicht gemacht. Das Gerät habe einen "sensiblen Ort" überwacht und sei in den vergangenen Tagen gefunden worden.

Zusätzlich zur Kamera seien sechs große Batterien und ein Getriebe entdeckt worden - und das gesamte Material sei unter einer Felsattrappe versteckt gewesen. Dem syrischen Rundfunk zufolge habe die Kamera Aufnahmen in Echtzeit übermittelt und sei sowohl von Israel als auch von "bewaffneten Terroristengruppen" genutzt worden.

Syrien bezeichnet die Rebellen im eigenen Land immer wieder als Terroristen und hat in der Vergangenheit mehrfach das Ausland für den Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad verantwortlich gemacht.

Eine Sprecherin des israelischen Verteidigungsministeriums erklärte, man werde den Bericht prüfen, weitere Angaben machte sie nicht. Yigal Palmor, Sprecher des israelischen Außenministeriums, sagte: "Wir lassen uns nicht in den syrischen Bürgerkrieg hineinziehen - weder auf der Propagandaebene der Worte noch in der Realität."

Die Bilder von den Felsattrappen, die im syrischen Rundfunk gezeigt wurden, ähnelten laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters an Funde im Libanon in den vergangenen Jahren. Auch Libanon hatte in diesen Fällen behauptet, es handele sich um Spionageaktionen Israels. Auch die Briten hatten mit einem ähnlichen Gerät in Moskau spioniert - und dies sogar später zugegeben.

hen



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 29 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
miruwa 07.03.2013
1.
Zitat von sysopAP/ SANAPropaganda der echter Fund? Syrien behauptet, an seiner Küste eine israelische Spionagekamera entdeckt zu haben: Das Gerät war demnach unter einer Felsattrappe verborgen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Israel mit derartiger Tarnung arbeitet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-entdeckt-angebliche-spionagekamera-israels-a-887508.html
Unbestätigten Berichten nach baut der Iran bereits an noch besseren Felsenatrappen um dem Westen auch in diesem Bereich ebenbürtig zu sein.
hdudeck 07.03.2013
2. Und wieder einmal oder muss man sagen
Zitat von sysopAP/ SANAPropaganda der echter Fund? Syrien behauptet, an seiner Küste eine israelische Spionagekamera entdeckt zu haben: Das Gerät war demnach unter einer Felsattrappe verborgen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Israel mit derartiger Tarnung arbeitet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-entdeckt-angebliche-spionagekamera-israels-a-887508.html
schon regelmaessig ein Satz ohne Sinn, diesmal sogar in der Ueberschrift: Propaganda der echter Fund? Wann wird im SPON endlich mal wieder gute Arbeit abgeliefert?
GoaSkin 07.03.2013
3.
Als ob ein Geheimdienst nichts besseres zu tun hat, als einen Strand zu überwachen. Revolutionen und Putschversuche scheinen beim Baden geplant zu werden. Und falls Syrien einmal Israel angreifen möchte, werden die Angriffspläne sicherlich durch Sandbuddeln gezeichnet. Es gibt für einen Geheimdienst wohl keinen ernsthaften Grund, ausgerechnet an einem Strand Hightech-Überwachung zu betreiben. Entweder das mit der Felsenattrappe ist frei erfunden oder es wollte jemand Vögel filmen.
u.loose 07.03.2013
4. Kalter Kaffee
das war schon vor Jahren mal Thema...
karlsiegfried 07.03.2013
5. Ist doch möglich - oder nicht?
Das Gegenteil muss erst bewiesen werden, denn so harmlos sind die Israelis auch nicht.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.