Festnahme bei Paris Junges Paar soll Anschläge geplant haben

Ein 21-jähriger Mann und seine 17-jährige Freundin sind in Frankreich unter Terrorverdacht inhaftiert worden. Sie standen in Kontakt zu einem Dschihadisten, der als Drahtzieher von zwei blutigen Anschlägen gilt.


Die französischen Behörden nahmen die beiden im Großraum Paris unter dem Verdacht fest, dass sie einen dschihadistischen Anschlag verüben wollten. Wie am Samstag von den Justizbehörden zu erfahren war, handelt es sich bei dem Mann und der Frau um zwei Arbeitslose, die zum Islam konvertierten.

Es sei nachgewiesen worden, dass die Verdächtigen Kontakte zu dem französischen Dschihadisten Rachid Kassim unterhielten. Kassim, der sich vermutlich in Syrien aufhält, wird mit zwei islamistischen Anschlägen in Frankreich in Verbindung gebracht - mit der Ermordung eines Polizisten und seiner Lebensgefährtin am 13. Juni in der Gemeinde Magnanville bei Paris und mit der Ermordung eines Priesters am 26. Juli in Saint-Étienne-du-Rouvray bei Rouen. Der 29-Jährige soll zu den Taten angestiftet oder sogar konkrete Anweisungen gegeben haben.

Der Zugriff erfolgte den Angaben zufolge bereits am Dienstag in Noisy-le-Sec, einer Trabantenstadt im Osten von Paris. Die 17-Jährige ist den ersten Ermittlungen zufolge schwanger von ihrem Freund. Sie habe ausgesagt, dass sie aufgrund der Schwangerschaft keinen Anschlag habe verüben können.

Die Kontakte zwischen dem jungen Paar und Kassim liefen den Ermittlern zufolge über den verschlüsselten Botschaftendienst Telegram.

cst/Afp



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