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Festnahme bei Protesten Iran lässt deutsche Journalisten frei

Die Behörden in Teheran haben drei ausländische Journalisten aus der Haft entlassen, die bei einer Demonstration gegen Präsident Ahmadinedschad festgenommen worden waren. Unter den Freigelassenen sind laut iranischen Angaben zwei Deutsche. Die Botschaft bemüht sich um Aufklärung.

Teheran - Iran hat der amtlichen Nachrichtenagentur Irna zufolge am Freitag zwei Deutsche und einen Kanadier aus der Haft entlassen. Sie waren am Mittwoch während einer Demonstration gegen Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen worden, wie der Teheraner Generalstaatsanwalt mitteilte. Auch weitere am Mittwoch Festgenommene, die Hälfte davon Frauen, kamen frei, darunter am Samstag auch ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

Über die Identität der Deutschen ist noch nichts bekannt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte am Sonntag, die Botschaft vor Ort sei eingeschaltet und Kontakt mit den iranischen Behörden aufgenommen worden. "Wir bemühen uns um Aufklärung", sagte der Sprecher. Ob es sich bei den Deutschen um Männer oder Frauen handle und wie lange sie bereits in Iran waren, sei noch unklar.

Ebenso offen ist, ob es sich bei dem freigelassenen Kanadier um einen der Journalisten handelte, deren Festnahme die Nachrichtenagentur Fars zuvor gemeldet hatte. Fars zufolge waren am Mittwoch insgesamt vier Journalisten - zwei Kanadier, ein Japaner und ein Iraner - festgenommen worden. Sie sollen am Mittwoch ohne amtliche Erlaubnis über die offizielle Demonstration zum 30. Jahrestag der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran und über die gleichzeitigen Proteste der Ahmadinedschad-Gegner berichtet haben.

Seit der umstrittenen Präsidentenwahl sind nach Informationen von Reporter ohne Grenzen mehr als hundert Medienmitarbeiter und Blogger festgenommen worden. Mehr als 50 Journalisten seien mittlerweile aus dem Land geflüchtet. Diejenigen, die geblieben seien, stünden unter ständigem Druck. Die internationale Staatengemeinschaft müsse sich für die iranischen Reporter und Blogger einsetzen, forderte die Organisation.

Die Opposition in Iran lieferte sich am Mittwoch erstmals seit Wochen wieder Straßenschlachten mit der Polizei. Am Rande der offiziellen Demonstration zum 30. Jahrestag der Erstürmung der US-Botschaft in Teheran gingen Tausende Oppositionelle auf die Straße, um gegen die Wiederwahl von Präsident Ahmadinedschad im Juni zu protestieren. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen wurden mehrere Menschen verletzt.

Am 4. November 1979 hatten iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran besetzt und die Mitarbeiter 444 Tage als Geiseln genommen - nur Monate nachdem Ajatollah Chomeini den mit Washington verbündeten Schah gestürzt hatte. Die USA unterhalten seither keine diplomatischen Beziehungen mehr zu Teheran.

ffr/AFP/AP

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Die Islamische Republik Iran ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen Quadratkilometern fünfmal so groß wie Deutschland. Das Land besitzt nach Russland die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt, beim Erdöl steht Iran auf Platz drei und ist derzeit nach Saudi-Arabien der größte Produzent innerhalb der Opec.
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Iran unterzeichnete 1968 den Sperrvertrag für Atomwaffen . Dieser erlaubt die zivile Nutzung von Nuklearenergie und die dafür notwendige Forschung einschließlich der Urananreicherung .

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit Sitz in Wien kontrolliert die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrags; sie erstellt regelmäßig Berichte über das iranische Atomprogramm .

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