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Finanzkrise: Großdemo gegen irische Wirtschaftspolitik

Kundgebung gegen die Regierung: In der irischen Hauptstadt Dublin sind zehntausende Menschen auf die Straße gegangen, um ihren Unmut über die Wirtschaftspolitik zu zeigen. Innerhalb weniger Monate stürzte die Finanzkrise Irland vom Vorzeigeland Europas an den Rand des Staatsbankrotts.

London - Rund 100.000 Menschen sind in Dublin auf die Straße gegangen. Die Demonstration vom Samstag wurde vom irischen Gewerkschaftsbund veranstaltet. Dabei wurden vor allem die Auswirkungen der Rezession auf die Arbeiter und Angestellten in Irland angeprangert.

Demo in Dublin: Protest gegen Sparmaßnahmen
AP

Demo in Dublin: Protest gegen Sparmaßnahmen

Der Unmut der Demonstranten richtete sich vor allem gegen Sparmaßnahmen, mit denen die konservative Regierung von Premierminister Brian Cowen den Staatsbankrott abwenden will. Dazu zählen die Einführung von Rentenbeiträgen für Beschäftigte des öffentlichen Diensts, Kürzungen beim Kindergeld und die Verschiebung von vereinbarten Lohnerhöhungen für Staatsbedienstete. Die Regierung wurde aufgefordert, die Geschädigten unter den Lohnabhängigen besser zu unterstützen.

Irland verzeichnete bis vor kurzem noch das rasanteste Wirtschaftswachstum in Westeuropa. Seit Beginn der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise im vergangenen Herbst ist das Land jedoch in eine tiefe Rezession gerutscht.

ler/AP

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