Finanzkrise New Yorks Bürgermeister Bloomberg will 1,5 Milliarden Dollar sparen

Die Geldmetropole New York kriegt die Finanzkrise zu spüren: Bürgermeister Bloomberg will den Etat um 1,5 Milliarden Dollar kürzen - 3000 Stellen sollen gestrichen werden, die Polizei soll mehr Bußgelder eintreiben.


New York - Für die US-Metropole New York brechen schwere Zeiten an: "Unsere finanzielle Situation ist so schwierig, dass wir harte Entscheidungen treffen müssen, die sicher nicht jedem gefallen", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg laut einem Bericht der "New York Times".

Bloomberg will den Etat in den nächsten 20 Monaten um 1,5 Milliarden Dollar kürzen und 3000 Stellen streichen. Die bereits zugesagte Erstattung von 400 Millionen Dollar Grundsteuer entfällt, Steuererhöhungen würden geprüft, berichtete die "New York Times".

Der Stellenabbau soll durch 500 Entlassungen und 2500 nicht neu besetzte Jobs erreicht werden. Unter anderem werde es 1000 Polizisten weniger geben, meldete der Fernsehsender CBS. Dafür sollen 200 Verkehrshüter neu eingestellt werden, um mehr Bußgelder einzutreiben.

Im Gespräch ist auch eine Abgabe von 10 Cent auf Plastiktüten, die bisher massenweise kostenlos ausgegeben werden. "Jede Stadtbehörde muss den Dollar zweimal umdrehen", sagte Bloomberg. Die Stadt erwartet durch sinkende Steuereinnahmen im Zuge der Finanzkrise ein Haushaltsloch von vier Milliarden Dollar in den kommenden beiden Jahren.

hen/dpa



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