Gouverneurswahl US-Demokrat Gillum räumt Niederlage in Florida ein

Er wollte der erste schwarze Gouverneur von Florida werden - jetzt gesteht der US-Demokrat Andrew Gillum seine Niederlage ein. Noch während die Neuauszählung läuft, gratuliert er seinem republikanischen Konkurrenten zum Sieg.

Andrew Gillum am Wahltag
REUTERS

Andrew Gillum am Wahltag


Der US-Demokrat Andrew Gillum hat seine Niederlage bei der Gouverneurswahl in Florida eingeräumt. Gillum gratulierte seinem republikanischen Kontrahenten Ron DeSantis am Samstag per Twitter dazu, "der nächste Gouverneur dieses großartigen Bundesstaates Florida zu werden".

DeSantis löst den republikanischen Gouverneur Rick Scott ab.

Gillum war angetreten, der erste schwarze Gouverneur von Florida zu werden. Mit dem Eingeständnis seiner Niederlage verband der Bürgermeister von Floridas Hauptstadt Tallahassee zugleich die Ankündigung, weiter auf einen künftigen Wahlerfolg hinzuarbeiten. "Wir werden weiter kämpfen. Wir werden weiter arbeiten. Und am Ende werden wir, so glaube ich, gewinnen", schrieb der Demokrat auf Twitter und dankte seinen Anhängern für ihre Unterstützung.

Bei den US-Zwischenwahlen am 6. November waren außer Sitzen in den beiden US-Kongresskammern auch einige Gouverneursposten neu vergeben worden. Hier war eine Nachzählung per Hand nicht erforderlich. DeSantis gewann die knappe Wahl knapp.

Im engen Rennen um den Senatssitz in Florida dagegen wurde eine dritte Auszählung der Stimmen per Hand angeordnet. Die manuelle Neuauszählung soll bis Sonntag abgeschlossen sein, am Dienstag wollen die Wahlbehörden das offizielle Endergebnis absegnen.

wal/AFP



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
David Dennison 18.11.2018
1. Korrektur
Die Auszählung der Gouverneurswahl war laut Wahlrecht in Florida am Donnerstag abgeschlossen. Das war die maschinelle Auszählung. Nachdem der Vorsprung von DeSantis über 0.25% geblieben ist, war eine Handauszählung nicht erforderlich. Gillum hat ihm 2 Tage später gratuliert.
Lollen 18.11.2018
2. Foto
Der Ron DeSantis hat 3 Hunde gefüttert. Das wirkte mehr als sich mit Kindern präsentieren.
horstenporst 18.11.2018
3.
Leider liefert der Artikel keine Hintergrundinfos zu den wieder einmal ungeheuerlichen Vorgängen in Florida. Hier erfährt man mehr: https://www.theguardian.com/commentisfree/2018/nov/14/why-no-one-talking-uncounted-suppressed-votes-florida https://www.motherjones.com/politics/2018/11/signature-matching-florida-absentee-ballots/ https://www.motherjones.com/politics/2018/11/rick-scott-falsely-accuses-democrats-of-trying-to-steal-florida-senate-race-seeks-law-enforcement-intervention/ https://www.motherjones.com/politics/2018/11/one-voter-broward-county-florida-election/
Pierre30 18.11.2018
4. Wenn die USA ein einheitliches Wahlrecht hätte,
gäbe es keine Tricksereien.
ulrich-lr. 18.11.2018
5. Einheitliches Wahlrecht?
Zitat von Pierre30gäbe es keine Tricksereien.
Wer hat schon ein einheitliches Wahlrecht? Wo geht nichts schief? Wo gibt es nichts zu bekritteln? Immer an die Hessenwahl denken. Gemault wird ja grundsätzlich von den Verlierern, die - falls sie jedoch profitieren - alles ganz wunderbar und genau richtig finden. Erinnert an die Elfmeter im Fußball. Exzellentes Beispiel war Hillary, die das aktuelle US-Wahlsystem lautstark als Eckpfeiler der Demokratie bezeichnete und sich gar nicht genug über den Verdacht der Möglichkeit der Trickserei und Beeinflussung aufregen konnte, bis sie verlor - und eine 180°-Wende vollzog und plötzlich total kritisch war.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.