Aufnahme in Luxemburg EU startet Umsiedlung von Flüchtlingen aus Griechenland

Insgesamt 160.000 Flüchtlinge sollen von Griechenland und Italien auf andere EU-Staaten verteilt werden. Nun sind die ersten Syrer und Iraker auf dem Weg von Athen nach Brüssel.

Flüchtling in Griechenland: Luxemburg nimmt die ersten 30 Menschen auf
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Flüchtling in Griechenland: Luxemburg nimmt die ersten 30 Menschen auf


Die Flüchtlinge wurden behandelt wie Staatsgäste: Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras, der Präsident des Europäischen Parlamentes Martin Schulz, der für die Migration zuständige EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos sowie der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn waren zum Athener Flughafen gekommen, um sechs Familien aus Syrien und dem Irak zu verabschieden. Das griechische Fernsehen übertrug die kleine Feier live.

Die insgesamt 30 Menschen gingen an Bord eines Fluges von Athen nach Brüssel. Nach ihrer Ankunft in Brüssel sollen sie nach Luxemburg fahren, das Großherzogtum nimmt sie auf.

Mit ihrer Abreise aus Griechenland beginnt die großangelegte Umverteilung von Flüchtlingen. Im September hatten einige EU-Länder die Umsiedlung von knapp 160.000 Schutzsuchenden aus Griechenland und Italien nach Nord- und Westeuropa beschlossen. Den Anfang machten vor einem Monat 19 Eritreer, die von Rom nach Schweden geflogen wurden. Bisher waren laut EU-Kommission 86 Flüchtlinge umverteilt worden.

Insgesamt soll das Umverteilungsprogramm zwei Jahre dauern und rund 780 Millionen Euro kosten. Bislang sind 2015 bislang mehr als 580.000 Flüchtlinge in Griechenland angekommen. Die Regierung in Athen beklagt, dass die Migranten das Land finanziell und logistisch überfordern.

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syd/dpa/Reuters

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