Uno-Bericht 300.000 Menschen sind 2015 über das Mittelmeer geflohen

Seit Beginn des Jahres haben nach Uno-Angaben bereits mehr als 300.000 Flüchtlinge den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa genommen. Rund 2500 Menschen kamen dabei ums Leben.

Syrische Flüchtlinge am Strand von Kos: Rund 200.000 kommen in Griechenland an
REUTERS

Syrische Flüchtlinge am Strand von Kos: Rund 200.000 kommen in Griechenland an


Mehr als 300.000 Flüchtlinge sind nach Angaben der Uno seit Januar über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Fast 200.000 von ihnen hätten Griechenland erreicht, rund 110.000 Italien, teilte eine Sprecherin des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) mit. Rund 2500 Menschen seien bei der gefährlichen Reise ums Leben gekommen.

Die Zahlen sind sehr viel höher als im vergangenen Jahr: Im gesamten Jahr 2014 waren rund 219.000 Flüchtlinge gezählt worden, die über das Mittelmeer kamen.

Bei den in Griechenland eintreffenden Flüchtlingen handelt es sich vor allem um Syrer, Afghanen und Iraker. In Italien landen überwiegend Menschen aus den südlich der Sahara gelegenen Ländern.

kry/AFP

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insgesamt 41 Beiträge
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infonetz 28.08.2015
1.
Und Europa (EU) schaut zu! Die 2.500 Menschen die ums Leben gekommen sind dürfen "Wir" uns auf die Fahnen schreiben.
maxmaxweber 28.08.2015
2. 99 Prozent schaffen es
Jeder der Umgekommenen ist eine große menschliche Tragödie. Aus Sicht der Schlepper sieht es aber anders aus. Mit solchen Zahlen könnten die Schlepper sogar Werbung machen. Mehr als 99 Prozent ihrer Kunden kommen sicher in Europa an. Wobei hier natürlich nur der Abschnitt über das Mittelmeer betrachtet wird. Wie hoch die Sterberate beim Weg durch die Sahara und ISIS Gebiete in Nordafrika liegt entzieht sich den europäischen Augen.
Listkaefer 28.08.2015
3. Es sind wirklich ...
... haarsträubende Zustände im Mittelmeer. Schlepper schicken Flüchtlinge auf das Meer, mit Wasserfahrzeugen, die sie fast zwangsläufig zu Schiffbrüchigen machen, die dann gerettet werden. Einfacher wäre es, die Flüchtlinge mit den Rettungsfahrzeugen direkt im Küstengebiet abzuholen, unter Ausschaltung der Schlepper. Das entspricht auch der Forderung, legale Wege zur Einreise von Flüchtlingen zu schaffen. Es kämen dann noch mehr Flüchtlinge, gesamteuropäisch koordiniert ließe sich das allerdings bewältigen, u.a. mit der Aussicht, dass ein Teil der Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren, wenn sich dort die Zustände verbessern.
rkinfo 28.08.2015
4. Es fehlt das legale Asyl wie per Botschaften
Das Mittelmeer als 1% Todesbarriere zu haben um dann die Flüchtlinge die es wagen ins Asylverfahren zu nehmen ist menschlich grenzwertig. Man wird Lösungen für Nahost brauchen sowie Asylverfahren über die Botschaften. Über die läuft eh später der Familiennachzug.
TangoGolf 28.08.2015
5.
Zitat von infonetzUnd Europa (EU) schaut zu! Die 2.500 Menschen die ums Leben gekommen sind dürfen "Wir" uns auf die Fahnen schreiben.
Grundkurs Ideologie glatte eins - leider verkehren Sie hier die Ursache und Wirkung. Erstens schaut Europa nicht nur zu. Zweitens zwingt sie niemand in diese Boote. Drittens sollten die Flüchtlinge nicht aufgenommen werden, sondern zurück geschickt. Nur so lässt sich dem Druck begegnen. Dass die EU das nicht tut, ja, das ist tatsächlich ein großer Fehler.
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