Vor türkischer Küste Mindestens 18 Flüchtlinge ertrunken

Auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos ist erneut ein Flüchtlingsboot gekentert. Mindestens 18 Menschen ertranken, sechs der Todesopfer waren Kinder. Ein einjähriges Baby konnte gerettet werden.


In einem Holzboot waren sie auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos, doch es kenterte in hohen Wellen: Bei dem Unglück vor der türkischen Küste sind mindestens 18 Flüchtlinge ums Leben gekommen, darunter sechs Kinder, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Dogan. 14 Flüchtlinge werden demnach noch vermisst. Ein einjähriges Baby konnte gerettet werden.

Erst Stunden zuvor waren 13 Flüchtlinge vor der kleinen griechischen Insel Farmakonisi ertrunken. Auch unter ihnen gibt es Todesopfer im Kindesalter. Sie waren mit einem sechs Meter langen Schnellboot unterwegs, das aus noch unbekannten Gründen kenterte. Das Boot sei jedoch "wie so häufig überfüllt" gewesen, hieß es.

Seit Jahresbeginn gelangten nach Angaben der Uno mehr als eine Million Flüchtlinge nach Europa, davon kamen rund 970.000 über das Mittelmeer. Immer wieder kommen bei der gefährlichen Überfahrt Menschen ums Leben, weil ihre von Schleppern bereitgestellten seeuntauglichen Boote kentern.

Mit dem Winter werde die Überfahrt immer gefährlicher, sagte ein Vertreter der Küstenwache. "Wir sind Tag und Nacht da draußen. Aber einige Tragödien sind nicht zu verhindern."

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vks/AFP

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