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Flucht übers Mittelmeer: Zahl der Neuankömmlinge in Griechenland sinkt deutlich

Flüchtlinge im Mittelmeer: Flüchtlingszahlen im Februar deutlich gesunken Zur Großansicht
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Flüchtlinge im Mittelmeer: Flüchtlingszahlen im Februar deutlich gesunken

Im Januar waren es noch mehr als 60.000 - nun ist die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei aus über das Mittelmeer nach Griechenland kommen, im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen.

Der Flüchtlingsfrage ist das bestimmende Thema des EU-Gipfels, der am Donnerstag in Brüssel beginnt. Nun meldet die Internationale Organisation für Migration (IOM) eine leichte Entspannung der Lage bei Überfahrten über das Mittelmeer. In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Flüchtlinge, die auf diesem Weg nach Griechenland kommen, demnach deutlich zurückgegangen.

In der Hafenstadt Piräus traf am Mittwochmorgen eine Fähre mit knapp 800 Menschen an Bord ein, berichtete der Radiosender Athina 984. Noch im Januar waren oft täglich mehrere Tausend Flüchtlinge von den Inseln der östlichen Ägäis ans Festland gebracht worden.

Während die Internationale Organisation für Migration (IOM) im Januar insgesamt rund 62.000 Ankünfte von Migranten aus der Türkei nach Griechenland zählte, haben den Angaben zufolge im Februar bisher 16.100 Menschen die Reise über das Mittelmeer auf sich genommen. Allerdings ist diese Zahl immer noch fünfmal so hoch wie im Februar des Vorjahres.

Von der Insel Kos kamen am Mittwoch Medienberichten zufolge lediglich vier Flüchtlinge per Fähre nach Athen. Auf Kos wird derzeit an der Fertigstellung des letzten von fünf geplanten Registrierzentren für Flüchtlinge gearbeitet. Der sogenannte Hotspot soll innerhalb der nächsten Tage den Betrieb aufnehmen.

In den vergangenen Jahren waren die Zahlen nach Ende des Winters und bei ruhiger See im März immer deutlich angestiegen. Auffällig ist derzeit, dass deutlich mehr Frauen und Kinder die gefährliche Überfahrt auf sich nehmen.

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cht/dpa

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