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Flüchtlinge: Dutzende Leichen an Mittelmeerstränden angeschwemmt

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Leichen an der libyschen Küste: 95 Tote in fünf Tagen

An den Stränden Libyens und der griechischen Insel Kos sind in den vergangenen Tagen fast hundert ertrunkene Flüchtlinge gefunden worden - darunter auch Kleinkinder.

Wie gefährlich die Flucht über das Mittelmeer gen Europa ist, hat sich Helfern in den vergangenen Tagen wieder gezeigt. An Stränden der griechischen Ferieninsel Kos entdeckte die Küstenwache innerhalb von 48 Stunden die Leichen zweier Kleinkinder sowie einer Frau und eines Mannes - vermutlich alles Flüchtlinge. Zwei von ihnen hätten Schwimmwesten getragen, alle Leichname seien stark verwest, teilte die griechische Küstenwache am Montag mit.

Zuvor waren bereits an der libyschen Küste die Leichen von mindestens 95 Migranten angespült worden. Laut einem Sprecher des libyschen Roten Halbmonds wurden 85 Leichen in der Nähe der libyschen Hauptstadt Tripolis gefunden, weitere zehn in der Nähe von Sabrata. Die Stadt ist einer der Hauptausgangspunkte für Schmugglerboote nach Europa.

Laut der Internationalen Organisation für Migration sind im laufenden Jahr bereits mehr als 2600 Menschen bei der Flucht von Libyen aus über das Mittelmeer ums Leben gekommen.

ler/dpa/AP

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