Flucht nach Europa Elf Menschen in der Ägäis ertrunken

Vor der türkischen Küste ist ein Boot mit Flüchtlingen gekentert. Mindestens elf Menschen starben. Unter den Opfern sind auch drei Kinder.


Beim Untergang eines Bootes in der Ägäis sind elf Menschen ertrunken. Unter den Opfern seien auch drei Kinder, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu aus der Türkei. Sieben Menschen wurden demnach gerettet. Die Küstenwache suche mit Hubschrauben nach weiteren Überlebenden.

Die Menschen waren offenbar auf der Flucht nach Europa. Die Flüchtlinge seien auf dem Weg vom türkischen Bezirk Kusadasi zur griechischen Insel Samos gewesen, als ihr Boot gesunken sei. Zur Nationalität der Migranten machte Anadolu keine Angaben.

In diesem Jahr haben bereits rund 500.000 syrische Bürgerkriegsflüchtlinge versucht, von der Türkei aus über das Mittelmeer nach Griechenland zu gelangen. Zuvor hatte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitgeteilt, dass in diesem Jahr auf der Flucht nach Europa bereits 3965 Menschen im Mittelmeer ertrunken seien oder vermisst würden.

Die Türkei hat nach eigenen Angaben 2,2 Millionen Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland Syrien aufgenommen und 25 Lager errichtet. Die Mehrzahl der Syrer lebt außerhalb der Lager und ist auf sich allein gestellt. Die schwierigen Lebensbedingungen in der Türkei geben viele Flüchtlinge als Hauptgrund für ihre Migration nach Europa an.

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brk/dpa/Reuters

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