Nothilfepaket EU-Kommission fordert 700 Millionen Euro für Flüchtlinge

Die EU-Kommission hat ihren Plan zur Flüchtlingshilfe in Europa vorgestellt. 700 Millionen Euro sollen in den kommenden drei Jahren fließen. Das Parlament und die Mitgliedstaaten müssen allerdings noch zustimmen.

Flüchtlinge in Griechenland
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Flüchtlinge in Griechenland


Staaten wie Griechenland sollen in den nächsten drei Jahren bis zu 700 Millionen Euro für die Bewältigung der Flüchtlingskrise bekommen. Das hat der zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides in Brüssel vorgeschlagen.

Die ersten 300 Millionen sollen so schnell wie möglich schon im laufenden Jahr fließen. Dazu will die EU-Kommission den EU-Staaten und dem Europaparlament einen Nachtragshaushalt vorschlagen. Je 200 Millionen Euro sind für 2017 und 2018 vorgesehen.

Damit reagiert Brüssel auf die dramatische Lage im Südosten der EU. Nachdem Mazedonien kaum noch Flüchtlinge über die Grenze lässt, stauen sich in Griechenland immer mehr Menschen (Lesen Sie hier eine Reportage aus Idomeni). Brüssel warnte bereits vor einer "humanitären Krise" in dem Land.

Griechenland erhält zwar schon Unterstützung von der EU, doch die aktuellen Instrumente lassen sich laut EU-Kommission nicht schnell genug einsetzen. Bisher kommt humanitäre Hilfe nur außerhalb der Europäischen Union zum Einsatz. Bei der Verwendung der Mittel etwa für Unterbringung oder Nahrung will Brüssel zum Beispiel mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten.

  • Spanien-Marokko, Griechenland-Türkei, Ungarn-Serbien: Orte entlang dieser drei Grenzen zeigen, mit welch rabiaten Methoden sich Europa gegen Arme und Schutzsuchende abschottet. SPIEGEL-Reporter Maximilian Popp und Fotograf Carlos Spottorno reisten zu Schutzzäunen und in Auffanglager, sie begleiteten Patrouillen auf See und trafen Flüchtlinge, die alles riskieren für eine Zukunft in Europa.
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kev/dpa/AFP/Reuters

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