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Flüchtlingskrise: EU wirft Griechenland schwere Mängel bei Grenzkontrolle vor

Flüchtlinge vor griechischer Insel Lesbos: EU wirft Athen Versäumnisse vor Zur Großansicht
DPA

Flüchtlinge vor griechischer Insel Lesbos: EU wirft Athen Versäumnisse vor

Die griechische Regierung verletzt ihre Pflichten bei der Grenzsicherung - zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht der EU-Kommission. Brüssel spricht nun eine klare Drohung gegen Athen aus.

Griechenland kontrolliert seine EU-Außengrenzen nicht aufmerksam genug und habe daher seine Verpflichtungen im Rahmen des Schengen-Abkommens "ernsthaft vernachlässigt". Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht der EU-Kommission. "Es gibt schwere Versäumnisse bei der Kontrolle der Außengrenzen, die unbedingt abgestellt werden müssen", sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis.

Brüssel gibt Athen nun drei Monate Zeit, die Probleme zu lösen. Andernfalls könnte die EU die Wiedereinführung von Kontrollen an der Grenze zu Griechenland beschließen. Diese würden zunächst für sechs Monate gelten, könnten aber auf bis zu zwei Jahre ausgedehnt werden.

Allein seit Jahresbeginn sind mehr als 50.000 Menschen in Booten von der Türkei nach Griechenland gelangt. Von dort machen sie sich über die sogenannte Westbalkanroute auf den Weg nach Mitteleuropa.

Video: EU-Bericht zu Griechenlands Grenzsicherung

syd/Reuters

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