Grenzgebiet Zehn Menschen auf der Flucht aus Syrien erfroren

Eine Gruppe Flüchtlinge ist im syrisch-libanesischen Grenzgebiet in einen Schneesturm geraten, mindestens zehn Menschen starben. Auch im Irak verschärft der Winter die Lage von Millionen.


Auf der Flucht aus Syrien sind mindestens zehn Menschen erfroren. Sie seien im libanesischen Grenzgebiet unterwegs gewesen, als ein Schneesturm über die Region zog, teilte das libanesische Militär mit. Die Route durch das Gebirge werde von Schleppern genutzt.

Das Militär rettete sechs Menschen nahe eines Grenzübergangs - für eine Person sei die Hilfe jedoch zu spät gekommen, sie starb später im Krankenhaus. Derzeit werde noch nach weiteren Opfern gesucht. Zwei Syrer wurden wegen des Verdachts des Menschenschmuggels festgenommen.

Der Winter verschärft die Situation vieler Flüchtlinge in der Region. Auch im Irak sei die Lage ernst, warnten mehrere Hilfsorganisationen. Fast drei Millionen Vertriebene seien wegen der anhaltenden Gewalt noch nicht in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Viele von ihnen hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser und Strom. Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen ließen sich immer mehr Patienten derzeit wegen Atemwegserkrankungen behandeln.

Der Regionaldirektor des Uno-Kinderhilfswerks Unicef, Geert Cappelaere, rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, ihre finanziellen Zusagen für den Irak in konkrete Projekte für Kinder umzusetzen. Bei den Gewaltausbrüchen kämen nicht nur Menschen ums Leben, es würden zudem Schulen, Straßen sowie Kranken- und Wohnhäuser zerstört.

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brk/Reuters/dpa



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