Flüchtlinge Uno-Organisation rettet Hunderte Migranten in Wüstengebiet in Niger

347 Menschen am ersten Tag, 92 am zweiten: Innerhalb kürzester Zeit hat die Internationale Organisation für Migration in Niger zahlreiche Flüchtlinge aufgenommen. Was mit ihnen nun passiert, ist noch unklar.

Ein Truck in der Wüste in Niger
AP

Ein Truck in der Wüste in Niger


Mitarbeiter der Internationalen Organisation für Migration (IOM) haben binnen zwei Tagen mehr als 400 westafrikanische Migranten im nördlichen Niger in einem Wüstengebiet an der Grenze zu Algerien gerettet. Die Menschen seien zu Fuß in das Grenzgebiet marschiert, hieß es auf der Facebookseite der Uno-Organisation.

Eine erste Gruppe von 347 Migranten aus 13 westafrikanischen Ländern traf demnach am Montag im Grenzort Assamaka ein. Am Dienstag folgte eine zweite Gruppe mit 92 Menschen in derselben Region.

Den Angaben zufolge wurden die Migranten im IOM-Übergangszentrum im nordnigrischen Arlit untergebracht. Wer dies wünsche, werde in sein jeweiliges Heimatland zurückgebracht. Ob Algerien die insgesamt 439 Migranten - wie in früheren Fällen - abschob, ging aus der Mitteilung nicht hervor.

EU-Statistiken zufolge kommen rund 90 Prozent der westafrikanischen Migranten auf ihrem Weg nach Libyen und in die Europäische Union durch Niger. Am Montag hatte die EU erklärt, Niamey mit weiteren Hilfen in Höhe von 21 Millionen Euro im Vorgehen gegen die illegale Migration zu unterstützen. Zusammen mit der jüngsten Zahlung erhielt der Niger demnach seit Jahresbeginn 51 Millionen Euro aus dem entsprechenden Fonds.

aev/AFP



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