Mittelmeer Italiens Marine rettet mehr als 1900 Bootsflüchtlinge

Die Flüchtlingszahlen erreichen neue Rekorde: Rund ums Wochenende hat die italienische Marine knapp 2000 Bootsflüchtlinge registriert. Zwei Migranten kamen ums Leben.

Bootsflüchtlinge vor der italienischen Küste (Archiv):  100.000 Menschen kamen allein dieses Jahr
AFP/ GUARDIA COSTIERA

Bootsflüchtlinge vor der italienischen Küste (Archiv): 100.000 Menschen kamen allein dieses Jahr


Rom - Die italienische Marine hat von Samstag bis Montag mehr als 1900 Bootsflüchtlinge aus Nordafrika gerettet und vom Mittelmeer aufs Festland gebracht. Allein etwa 700 Migranten kamen am Montagmorgen in Salerno in der Region Kampanien an, wie die Marine mitteilte.

Eine Fregatte hatte am Freitag 1004 Flüchtlinge in Neapel an Land gehen lassen. In Reggio Calabria wurden 212 Migranten aufgenommen. Die Küstenwache und mehrere Handelsschiffe unterstützten die Marine. Zwei Migranten überlebten die gefährliche Überfahrt nicht.

In diesem Jahr erreichten bereits etwa 100.000 Migranten Italien, 2013 waren es insgesamt lediglich 43.000. Allein 2014 wurden schon mehr als 800 Flüchtlinge registriert, die bei der Überfahrt ums Leben kamen. Der Grenzschutzagentur Frontex zufolge kommen die meisten Flüchtlinge aus Eritrea und Syrien, zudem viele aus Somalia und Mali. Die instabile Lage in Libyen erleichtere es Schleppern, Überfahrten zu organisieren, erklärte Frontex.



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