Flüchtlinge auf der Balkanroute Juncker lädt zum Krisengipfel

Auf der Balkanroute herrscht Chaos, die EU-Länder schieben sich gegenseitig die Verantwortung für die Flüchtlinge zu. Nun bittet EU-Kommissionschef Juncker die Regierungschefs zum klärenden Gespräch.

Kommissionspräsident Juncker: Auch Merkel wird beim Gipfel erwartet
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Kommissionspräsident Juncker: Auch Merkel wird beim Gipfel erwartet


EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat für Sonntag ein Gipfeltreffen zur Flüchtlingskrise einberufen. Das teilte Junckers Büro am Mittwoch mit. Bei der Zusammenkunft soll es insbesondere um die Westbalkanroute gehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist eingeladen.

"Angesichts der Ausnahmesituation in den Ländern auf der westlichen Balkanroute sind eine größere Zusammenarbeit, verstärkte Beratungen und sofortiges Handeln von Nöten", teilte Junckers Büro weiter mit.

Neben Merkel nehmen an dem Gipfel in Brüssel die Regierungschefs von Österreich, Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Ungarn, Rumänien und Slowenien sowie der Nicht-EU-Staaten Mazedonien und Serbien teil.

Seit Monaten ist die Strecke von den griechischen Inseln aufs Festland und dann weiter über den Balkan nach Mitteleuropa zur Hauptroute der Flüchtlinge geworden - insbesondere für Syrer, Afghanen, Pakistaner und Iraker.

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Doch die Route wird immer beschwerlicher: Grenzen werden geschlossen, Zäune gebaut. Slowenien ist in der Flüchtlingskrise zum neuen Nadelöhr geworden, weil Ungarn am Wochenende auch die Grenze zu Kroatien dicht gemacht hat (mehr Hintergrundinformationen zum Chaos auf der Balkanroute lesen Sie hier).

Im Video: Dramatische Zustände auf der Balkanroute

vks/dpa/AFP



Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 234 Beiträge
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Seite 1
merkur08 21.10.2015
1. am besten zurueckschicken
dann waere das Problem geloest.
Spiegelleserin57 21.10.2015
2. sinnvollerweise sollte sich Herr Juncker mal..
mit Herrn Putin und Herrn Obama unterhalten wie sie die Probleme regeln wollen denn sie tragen mit dazu bei dass es überhaupt so viele Flüchtlinge gibt. Dass die EU nicht funktioniert , daras kennen wir doch schon und daran wird sich auch nichts ändern!
godfather58 21.10.2015
3. Ach hat der das auch schon gemerkt
Bei Bankenrettung ist er definiv um Lichjahre schneller.
bestrosi 21.10.2015
4. Was muss noch passieren?
Merkels Punkte waren: - Sicherung der Außengrenzen - Verteilungsschlüssel - Bekämpfung der Fluchtursachen. Ergebnis? Null. Fortschritt? Null. Einsicht? Null.
darthmax 21.10.2015
5. Reaktion
Wie immer viel zu spät, die Menschen sind auf dem Weg und ich glaube nicht, dass wenn wir eine Rückfahrkarte erster Klasse spendieren, diese angenommen wird. Es geht also nur um Aufnahme und Fragen der Verteilung. Da sind nun einige Staaten der EG richtig bockig und die Flüchtlinge haben auch ihre Präferenzen.
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