Schiff der Flüchtlingsretter drohte zu kentern Krise an Bord der "Seefuchs" ist beendet

Die Situation war brisant: Im Mittelmeer hatte das deutsche Rettungsschiff mehr als 100 Flüchtlinge gerettet. Doch das Boot war überladen. Nun erreichte es einen Hafen in Sizilien.

Rettungsschiff Seefuchs
Matthias Petr / DPA

Rettungsschiff Seefuchs


Mit zwei selbst umgebauten Frachtern rettet der Verein Sea-Eye aus Regensburg Flüchtlinge aus dem Mittelmeer. Doch während eines Einsatzes spitzte sich die Situation plötzlich zu. Mehr als 100 Menschen nahmen sie auf der "Seefuchs" auf, das Boot drohte zu kentern.

Nach Angaben der Regensburger Hilfsorganisation konnte das aber verhindert werden. Am Dienstagmorgen erreichte das Schiff den Hafen der sizilianischen Gemeinde Porto Empedocle.

In der Nacht zum Montag habe ein Patrouillenboot der italienischen Küstenwache die "Seefuchs" erreicht und 24 Menschen übernommen, berichtete Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler.

Die übrigen Flüchtlinge und die Besatzung - insgesamt 126 Menschen - seien auf dem Schiff geblieben. Mehr Unterstützung habe Italien der Mannschaft nicht schicken können. Am Dienstagmittag war die "Seefuchs" auf dem Rückweg in die maltesische Hauptstadt Valletta.

Die Helfer hatten am Sonntag 138 Menschen aus einem überfüllten Gummiboot gerettet. Die "Seefuchs" sei jedoch für den Transport einer solchen Anzahl von Menschen zu klein, hatte die Organisation erklärt.

mho/dpa

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