Flugzeugabsturz in Laos Verteidigungsminister tödlich verunglückt

Der laotische Verteidigungsminister Douangchay Phichit und vier weitere hochrangige Staatsvertreter sind bei einem Flugzeugabsturz im Nordosten des Landes ums Leben gekommen.


Vientiane - Der laotische Verteidigungsminister und stellvertretende Premier Douangchay Phichit ist zusammen mit vier weiteren hohen Staatsvertretern am frühen Samstagmorgen beim Absturz einer Militärmaschine tödlich verunglückt. Das bestätigte das thailändische Verteidigungsministerium unter Berufung auf das laotische Militär. Nach Angaben des Ministeriums in Bangkok waren insgesamt etwa 20 Menschen an Bord der Unglücksmaschine vom Typ AN74-300.

Phichit war zusammen mit seiner Frau, dem Gouverneur der laotischen Hauptstadt Vientiane und anderen hochrangigen Begleitern auf dem Weg von Vientiane zu einer Gedenkveranstaltung im Nordosten des Landes, als ihr Flugzeug in der Provinz Xiangkhoung abstürzte. Nur drei Passagiere sollen den Absturz überlebt haben.

Das zwischen Thailand und Vietnam gelegene Laos ist eines der ärmsten Länder Südostasiens. Es wird von einer Ein-Parteien-Regierung geführt. Im Luftverkehr kommt es immer wieder zu Unfällen. Im vergangenen Oktober war ein Zivilflugzeug von Lao Airlines bei schlechtem Wetter in den Mekong gestürzt, dabei waren alle 49 Menschen an Bord ums Leben gekommen.

ele/dpa/AP/AFP

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zyan 18.05.2014
1. Eine Randnotiz in einer chaotischen Welt
Ein kleines Flugzeug mit 20 Menschen an Bord ist vermutlich wegen eines technischen Defekts im Norden von Laos abgestürzt. Bilanz: 3 Überlebende und 17 Tote. Unter den Toten befindet sich der Verteidigungsminister von Laos. Soweit die Meldung. Das die Meldung es überhaupt in die Nachrichten geschafft hat, lag wohl daran, dass eben ausgerechnet der Verteidigungsminister eines Landes verunglückte. Wäre er nicht unter den Unfallopfern gewesen, wäre die Meldung wohl in der Flut von noch schlechteren Nachrichten untergegangen. So aber war diese Nachricht einer Erwähnung in den Medien wert, und kann als "Randnotiz" in einer immer chaotischer werdenden Welt wahrgenommen werden. Man beachte den Begriff "Randnotiz". 17 tote Menschen als "Randnotiz" ... Es ist davon auszugehen, dass diese kleine Meldung so schnell wie sie kam, genauso schnell wieder verschwindet und demzufolge vergessen wird. Aus den Augen aus den Sinn ... ! Was bleiben wird ist vielleicht eine winzige Erinnerung, dass man in einem ganz kurzen Videofilmchen einen Suchtrupp gesehen hat der irgendwie hilflos in den Trümmern der abgestürzten Maschine nach Überresten sucht. Das ist alles. Und genauso wie diese kleine Meldung abgehandelt wird, ergeht es auch allen anderen Meldungen mit weitaus höheren Opferzahlen. Da wäre beispielsweise das südkoreanische Schiffsunglück mit ca. 200 Toten, das Grubenunglück in der Türkei mit ca. 300 Toten. Eine schier endlose Kette von Meldungen schließt sich an mit immer höheren Opferzahlen ... 150.000 Tote im syrischen Bürgerkrieg ... 200.000 Tote bei irgendwelchen Erdbeben oder anderen Naturkatastrophen ... usw. usw. usw. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr werden alle Meldungen irgendwann zu "Randnotizen" in der Weltgeschichte. Dabei handelt jede Meldung von Menschen. Jeder einzelne davon mit einer eigenen Lebensbiographie und einem Lebensschicksal. Ist es jemanden schon irgendwann einmal aufgefallen, dass nicht nur die Meldungen zahlreicher werden, sondern auch die darin verzeichneten Opferzahlen immer höher werden? Die Welt scheint im neuen 21. Jahrhundert immer mehr aus den Fugen zu geraten - wieder einmal ... Dabei wächst die Menschheit unaufhörlich. In spätestens 30 Jahren, also ca. 2045 werden 10 Milliarden Menschen die Erde bevölkern. Auch so eine "Randnotiz", allerdings eine für die Zukunft. Wie werden dann die Meldungen aussehen? Dann werden wohl die Meldungen nach Kriterien sortiert werden müssen. Etwa so: "Meldungen unter 1.000 Tote werden erst gar nicht gebracht", ein apokalyptisches Kriterium. Es sieht fast so aus, dass die Voraussagen eines Johannes [vor ca. 2000 Jahren] und die eines Nostradamus [vor ca. 500 Jahren] allmählich Gestalt annehmen. Was hat das nun mit der kleinen Meldung des Flugzeugunglückes in Laos zu tun? Eigentlich zunächst gar nichts oder kaum etwas, aber dann doch dies eine. Man wird sich in 30 oder mehr Jahren nach der Zeit zurücksehnen, in der es diese "Randnotizen" noch in die Medien geschafft hatten. Eben nur eine Randnotiz ...
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