Fotos aus Nordkorea: Safari durch Kims Reich der Armut

Pompös lässt das Regime in Nordkorea derzeit den 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung feiern. Selbstbewusst übernahm der jetzige Machthaber Kim Jong Un weitere Führungsposten - und ließ sogar ausländische Fotografen ins Land.

Nordkorea: Alltag in einem abgeschottetem Land
Fotos
REUTERS

Pjöngjang - Die Machthaber in Nordkorea feiert den 100. Jahrestag von Staatsgründer Kim Il Sung auf ihre Art: In der Festwoche will das kommunistische Regime mit einer Trägerrakete einen Satelliten ins All schießen, was bereits zu Proteste des Westen geführt hat. Und Staatschef Kim Jong Un verleibte sich bei der Gelegenheit noch weitere wichtige Ämter im Regime ein. Er heißt jetzt nicht nur "Erster Sekretär", sondern übernahm auch zwei weitere Führungsposten: Kim ist nun auch Chef der zentralen Militärkommission und Mitglied des Politbüropräsidiums.

Selbst ausländische Fotografen bekamen die Gelegenheit, Aufnahmen aus dem sonst abgeschotteten Land zu machen. Es sind seltene Bilder aus einem tristen Land, in dem nach Angaben der Uno rund sechs Millionen Menschen vom Hunger bedroht sind und wo es Lager gibt, in dem mindestens 150.000 politische Gefangene gequält werden.

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insgesamt 51 Beiträge
news@adam-hg.de 12.04.2012
Natürlich möchte ich in diesem Land mit seinem Steinzeit-Kommunismus und der geradezu gottgleichen Verehrung der diversen früheren und heutigen Kims nicht leben. Aber so schlimm, wie ich mir Nordkorea bisher vorgestellt hatte, [...]
Natürlich möchte ich in diesem Land mit seinem Steinzeit-Kommunismus und der geradezu gottgleichen Verehrung der diversen früheren und heutigen Kims nicht leben. Aber so schlimm, wie ich mir Nordkorea bisher vorgestellt hatte, kommen mir diese Fotos - zumindest teilweise - gar nicht vor. Mich würde nun interessieren, wie diese Fotos zustande gekommen sind. Durften die Reporter nur das fotografieren, was das Regime wollte? Oder gab es sogar einen Hauch von Foto- bzw. Pressefreiheit?
akmz 12.04.2012
Wenn man sich auf einzelnen Bildern ein paar Werbeschilder dazudenkt, könnten die Szenen allesamt auch aus China stammen...
Zitat von sysopPompös lässt das Regime in Nordkorea derzeit den 100. Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung feiern. Selbstbewusst übernahm der jetzige Machthaber Kim Jong Un weitere Führungsposten - und ließ sogar ausländische Fotografen ins Land. Fotos aus Nordkorea: Safari durch Kims Reich der Armut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik (http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,827116,00.html)
Wenn man sich auf einzelnen Bildern ein paar Werbeschilder dazudenkt, könnten die Szenen allesamt auch aus China stammen...
adam68161 12.04.2012
So schlimm, wie es die Bildkommentare vermuten lassen, sind die Fotos nun wirklich nicht. Safari? Wohl eher ein paar Schnappschüsse garniert zusammen mit "offiziellen" Bildern. Und wenn man die riesigen Monokulturen [...]
So schlimm, wie es die Bildkommentare vermuten lassen, sind die Fotos nun wirklich nicht. Safari? Wohl eher ein paar Schnappschüsse garniert zusammen mit "offiziellen" Bildern. Und wenn man die riesigen Monokulturen sieht, fühlt man sich doch gleich an ähnliche Tomatenanpflanzungen in Spanien erinnert... Wo also bleibt die Aussage dieser Bildsammlung?
aemilius_lepidus 12.04.2012
Nordkorea ist ein Unrechtsstaat. Ein totalitärer Staat, der seine Menschen brutal unterdrückt ... ABER so elendig sind die Fotos nicht anzuschauen. Für den größten Teil der Menschheit sind die Dinge, die hier von Spiegel [...]
Nordkorea ist ein Unrechtsstaat. Ein totalitärer Staat, der seine Menschen brutal unterdrückt ... ABER so elendig sind die Fotos nicht anzuschauen. Für den größten Teil der Menschheit sind die Dinge, die hier von Spiegel aufgeführt wurden, noch relativ gehobener Lebensstandart. Da darf man sich mal nix vormachen - wir leben hier in Deutschland vergleichsweise in absolutem Luxus was die öffentliche Infrastruktur, Lebensmittelversorgung, Wasserversorgung und medizinische Versorgung angeht. Nicht alles ist auf unsere t Arbeits- und Muskelkraft zurückzuführen. Vieles ist auf Pump finanziert, und wer wissen will wie Deutschland aussehen würde ohne oder mit nur wenigen Kreditgebern, der kann sich ja Fotos aus der DDR von 1989 anschauen. Nichtsdesto trotz ein Unrechtsstaat, der besser früher als später verschwinden sollte.
yulianovo 12.04.2012
Jeder Auslaender, der in Nordkorea einreist, bekommt offiziell einen|eine Begleiter|Begleiterin. Ich bezweifle, dass man das taegliche Leben der Nordkoreaner fotografieren oder gar beobachten darf. Mein Bekannter war dort [...]
Zitat von news@adam-hg.deNatürlich möchte ich in diesem Land mit seinem Steinzeit-Kommunismus und der geradezu gottgleichen Verehrung der diversen früheren und heutigen Kims nicht leben. Aber so schlimm, wie ich mir Nordkorea bisher vorgestellt hatte, kommen mir diese Fotos - zumindest teilweise - gar nicht vor. Mich würde nun interessieren, wie diese Fotos zustande gekommen sind. Durften die Reporter nur das fotografieren, was das Regime wollte? Oder gab es sogar einen Hauch von Foto- bzw. Pressefreiheit?
Jeder Auslaender, der in Nordkorea einreist, bekommt offiziell einen|eine Begleiter|Begleiterin. Ich bezweifle, dass man das taegliche Leben der Nordkoreaner fotografieren oder gar beobachten darf. Mein Bekannter war dort und hat unmoegliche Dinge erzaehlt. Er hat aber Einiges aufnehmen koennen, als seine Begleiterin mal zur Seite guckte. Armut und zwar total.
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  • Donnerstag, 12.04.2012 – 18:44 Uhr
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Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 24,346 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

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Nordkoreas Atomprogramm
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Nord- und Südkorea
REUTERS
Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.

Uran und Atomwaffen
Uran eignet sich sowohl für die Energiegewinnung als auch für den Einsatz in Atomwaffen. Entscheidend ist der Grad der Anreicherung. Der Ausgangsstoff Uranerz besteht zu rund 99,3 Prozent aus Uran 238; das spaltbare Uran 235 macht nur etwa 0,7 Prozent aus. Für die Nutzung in Kernreaktoren muss der Anteil von Uran 235 auf drei bis fünf Prozent gesteigert werden, für eine Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mindestens 85 Prozent notwendig.



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