Ankunft in Frankfurt Kenia liefert mutmaßliche deutsche Terrorkämpfer aus

Am Frankfurter Flughafen sind zwei Deutsche gelandet, die Mitglieder der Terrorvereinigung Al-Schabab sein sollen. Sie waren in Kenia festgenommen und nun an Deutschland ausgeliefert worden.

Kämpfer der Al-Schabab in Somalia (Archivbild): Zwei Deutsche stehen unter Terrorverdacht
REUTERS

Kämpfer der Al-Schabab in Somalia (Archivbild): Zwei Deutsche stehen unter Terrorverdacht


Frankfurt - Kenia hat zwei aus Deutschland stammende mutmaßliche Mitglieder der Terrorvereinigung Al-Schabab ausgeliefert. Die 30 und 22 Jahre alten Männer seien am Wochenende am Frankfurter Flughafen angekommen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Beide sitzen nun in Untersuchungshaft.

Die Deutschen sollen sich seit 2012 in Somalia am blutigen Kampf der Terrormiliz beteiligt haben. Die beiden Männer "sind dringend verdächtig, in einem Lager der Terrororganisation eine Ausbildung im Umgang mit Schusswaffen und Handgranaten durchlaufen und in der Folge an Einsätzen der Terrororganisation teilgenommen zu haben", heißt es in der Mitteilung. Die Männer seien gefasst worden, als sie von Somalia aus nach Kenia hätten einreisen wollen.

Al-Schabab kämpft für einen Gottesstaat am Horn von Afrika. Die Terrorgruppe hat unter anderem die Verantwortung für den Überfall auf das "Westgate"-Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi vor genau einem Jahr übernommen, bei dem mehr als 60 Menschen getötet und fast 200 verletzt wurden.

Als die Beschuldigten Ende August in Kenia festgenommen wurden, führten Informationen der kenianischen Polizei zur Verhaftung von drei weiteren deutschen mutmaßlichen Al-Schabab-Anhängern am Frankfurter Flughafen. Sicherheitsexperten sehen deutsche Kämpfer, die nach einem Einsatz in islamistischen Terrorgebieten in ihre Heimat zurückkehren, als große Gefahr für Deutschland.

jbe/dpa/AFP



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insgesamt 9 Beiträge
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klugschieter112 21.09.2014
1. Solche Deppen
dürfen nie wieder zurück nach Deitschland. Entweder bauen die hier richtig Mist oder wir stecken in solche Schwachköpfe tausende Euros zum resozialisieren. D.h. die deutschen Bürger sind definitiv die Verlierer.
recepcik 21.09.2014
2. Internationaler Terrortourismus
Auf der ganzen Welt sind die Terrortouristen unterwegs. Letzte Woche haben Sicherheitskräfte drei türkischstämmige Terroristen erwischt die Propagandamaterial der IS bei sich hatten. Wir müssen die Kontrollen an den Flughäfen sehr verschärfen. Wenn man sieht welche Gestalten manchmal die Kontrollen passieren macht man sich sorgen. Ich hoffe das der Verfassungsschutz und BND gut informiert und vorbereitet sind. Zur Zeit sollte man bestimmte Länder besonders beobachten und die Einreisen aus diesen Ländern strenger kontrollieren.
kioto 21.09.2014
3. Besser in Kenia lassen
Hier in Deutschland gibt es ein spektakuläres Verfahren, mit 4-6 grün angehauchten Verteidigern, das sich über Jahre bis zum BGH schleppt, Millionen kostet und zu nichts führt. Die den ublichen Argumenten der Verteidigung (ethnische, religiose Gründe, die Gesellschaft ist schuld) konnte man in einem Bericht über Dschihadisten aus DE von Menschen aus deren Umfeld noch weitere hören. Eine Lehrerin mit Migrationshintergrund: Sie schafften die Schule nicht, keiner will sie, sie bekommen keinen Job, keine Frau, was bleibt ihnen übrig? Ein Bekannter: Unsere muslimischen Brüder und Schwestern werden getötet und vergewaltigt, da muss man einfach helfen. Scheinbar könenn diese Leute immer noch auf ein gewisses Verständnis hoffen. mfg Kioto
botticelli58 21.09.2014
4. Können die Kenianer...
...nicht einmal ganze Arbeit machen.
Saturn48 21.09.2014
5. Mit diesem Flieger bin ich auch gekommen
warum ging man da nicht über der Wüste mal kurz auf 3000 Meter runter Tür auf raus damit und fertig
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