Gefälschte E-Mails Formel-1-Tickets in Brigitte Macrons Namen

Restaurants, Hotels und sogar ein Formel-1-Veranstalter haben sich wohl gefreut, Anfragen von der französischen Première Dame zu erhalten. Doch die E-Mails in Brigitte Macrons Namen waren gefälscht - und sollten wohl ihren Ruf schädigen.

Brigitte Macron, Première Dame, mit ihrem Ehemann, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron
REUTERS

Brigitte Macron, Première Dame, mit ihrem Ehemann, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron


Das Büro der französischen Première Dame Brigitte Macron hat nach Medienangaben wegen gefälschter E-Mails die Justiz eingeschaltet. Justizkreise bestätigten am Freitag, dass der Bürochef der Frau von Präsident Emmanuel Macron eine Anzeige eingereicht habe. Daraufhin habe die Pariser Staatsanwaltschaft Vorermittlungen wegen Betrugs eingeleitet.

Der Radiosender RTL berichtete, dass E-Mails etwa an Restaurants oder Luxushotels geschickt worden seien, um für Personen aus dem Umfeld von Brigitte Macron um Vorzüge zu bitten. Die Nachrichten sollen eine Absenderadresse angeführt haben, die Empfänger für eine Adresse des französischen Präsidialamts hätten halten können.

So habe ein marokkanisches Hotel eine Anfrage erhalten, dem Neffen der Präsidentengattin am Flughafen abzuholen. Der australische Automobilverband sei um zwei Plätze beim Formel-1-Rennen gebeten worden. Der Sender zitierte eine Person aus dem Umfeld von Brigitte Macron, dies sei "ein klarer Versuch, ihrem Ruf zu schaden".

Für die genannten Details gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Brigitte Macrons Büro reagierte am Freitag zunächst nicht.

ans/dpa



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klimperhannes 31.03.2018
1. E-Mail
Das Medium E-Mail stammt aus einer Zeit, als das Internet noch ein elitärer Zirkel von einigen militärischen und vor allem Universitären Benutzen war. Da hat man über Absenderauthentizität schlicht icht nachgedacht. Und alle Versuche, Erweiterungen in den Standard einzubauen, die das ändern könnten (S/MIME, PGP und national die DE-Mail) sind bisher mangels Nutzerzahlen gescheitert. Mail ist halt so schön unkompliziert. Dabei hätten solche Techniken das Ende allen SPAMs zur Folge. Insofern muss man einfach wissen, dass eine Mail niemals zwingend vom angegebenen Absender stammt.
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