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Gefahr im Inland: Frankreich steckt Milliarden in Anti-Terror-Einsatz

Soldaten am Eiffelturm: Frankreich bleibt in Alarmbereitschaft Zur Großansicht
AFP

Soldaten am Eiffelturm: Frankreich bleibt in Alarmbereitschaft

Die Anschläge in Paris haben Frankreich schwer verunsichert: Nun will Präsident Hollande zusätzliche 3,8 Milliarden Euro in die Verteidigung investieren. 7000 Soldaten sollen im Land gegen Terroristen aufgestellt werden.

Noch immer gilt im Großraum Paris die höchste Terrorwarnstufe, Frankreich bleibt nach den Anschlägen von Islamisten auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" und einen jüdischen Supermarkt in Alarmbereitschaft. Nun will der Präsident das Militär stärken und in vier Jahren von 2016 an zusätzliche 3,8 Milliarden Euro für das Verteidigungsbudget bereitstellen. Das sagte François Hollande am Mittwoch nach einer Sitzung des Verteidigungskabinetts.

Außerdem sollen nach Hollandes Plänen 7000 Soldaten im Inland eingesetzt werden. Sie sollen dauerhaft für den Anti-Terror-Einsatz "Sentinelle" eingeplant werden. Frankreich hatte nach der islamistischen Anschlagsserie im Januar die Patrouillen und Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt. Dabei kommen bereits neben der Polizei auch Zehntausende Militärangehörige zum Einsatz.

In der vergangenen Woche meldete Premierminister Manuell Valls, bereits fünf Terroranschläge seien auf diese Weise vereitelt worden. Zuletzt war bekannt geworden, dass die französische Polizei einen islamistischen Anschlag in Paris eher zufällig verhindert hatte.

Darüber hinaus ist Frankreich unter anderem an Einsätzen in Mali und im Irak beteiligt, die sich gegen islamistische Organisationen richten. Wegen der Sparzwänge hatte die sozialistische Regierung in Paris ursprünglich drastische Einschnitte auch im Verteidigungsbudget in den kommenden Jahren vorgesehen. Hollande sagte nun aber, dass die Sicherheit Frankreichs "nicht verhandelbar" sei. Die Franzosen sollten sich "geschützt" fühlen.

vek/AFP/AP

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insgesamt 33 Beiträge
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1. 'Fuehlen' ...
Worldwatch 29.04.2015
... vor 'Sein'. Nun, wenn der Staat vorgibt, und vmtl. ist dies auch in Frankreich so, 'Machtvollkommen' zu sein, sowie 'Monopolist' in Sachen 'Gewalt' zu sein, dann ist das groessere Aufgebot an Sicherheitskraeften sicher nachvollziehbar, und im Nachgang nach so vielen Attentaten und vereitelten Attentatsversuchen. Aber, mit Soldaten im Auftrag des Schutzes im Inneren gleichwohl immer noch verstoerend genug. Solche Bilder in Europa kenne ich nur aus UK/N.Ireland. Aber dort -faktisch- Krieg.
2.
dennis3110 29.04.2015
Im Disneyland ist es seit Jahren schon so. Mich stört es nicht, vermittelt definitiv Sicherheit. Besser als heimlichtuerei wie hierzulande.
3. Sparzwang
dasdondel 29.04.2015
---Zitat--- ...an Einsätzen in Mali und im Irak beteiligt, die sich gegen islamistische Organisationen richten. Wegen der Sparzwänge... ---Zitatende--- könnte man ja die Einsätze in Mali und Irak beenden, das spart sofort Geld und entzieht dem Terrorismus seine Begründung.
4. Wann werden die Regierenden eigentlich mal schlauer?
klugschieter112 29.04.2015
Wenn es einer drauf anlegt, kann ihn keine Überwachung der Welt aufhalten. No chance! Dann lieber genau diese Milliarden in die Integration stecken und Kindern und Jugendlichen zu gute kommen lassen. Damit könnte man dann an die Wurzel gehen. Das wäre ein Zeichen!
5.
ClausWunderlich 29.04.2015
Was mich ja schon länger wundert ist das es in Deutschland keine Anschläge gibt. Wird deutschland als Ruheraum gesehen so wie das die Mafia und andere Banden tuen.
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Fläche: 543.965 km²

Bevölkerung: 64,204 Mio.

Hauptstadt: Paris

Staatsoberhaupt:
François Hollande

Regierungschef: Manuel Valls

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