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"Mistral"-Deal mit Frankreich: Moskau meldet Einigung im Kriegsschiff-Streit

Russisches Kriegsschiff der "Mistral"-Klasse "Wladiwostok": Streit beendet? Zur Großansicht
AFP

Russisches Kriegsschiff der "Mistral"-Klasse "Wladiwostok": Streit beendet?

Seit der Ukrainekrise blockiert Frankreich die Lieferung von "Mistral"-Hubschrauberträgern an Russland, der Streit darüber wurde zum Politikum. Jetzt meldet der Kreml, die Verhandlungen mit Paris friedlich beendet zu haben.

Monatelang hatten Russland und Frankreich über die blockierte Lieferung französischer Kriegsschiffe für das russische Militär gestritten - nun ist der Konflikt beendet: "Die Verhandlungen sind vollkommen abgeschlossen", sagte der Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Wladimir Koschin, laut der Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Demnach sind sowohl die Fristen geklärt wie auch die Summe, die Frankreich nun an Russland zahlen muss.

Das Rüstungsgeschäft im Wert von 1,2 Milliarden Euro war im Jahr 2011 abgeschlossen worden. Zwei der "Mistral"-Kriegsschiffe sollten in Frankreich gebaut werden, zwei weitere in Lizenz in Russland. Paris hatte die Auslieferung der ersten "Mistral" an Moskau auf Druck der anderen europäischen Staaten im vergangenen Jahr wegen der Krise in der Ostukraine ausgesetzt, Moskau verlangte daraufhin eine Rückerstattung entstandener Kosten.

Putin hatte im Frühjahr gesagt, sein Land werde keine hohen Strafzahlungen verlangen, wohl aber eine Erstattung "aller Ausgaben". Nach russischen Medienberichten hatte Moskau zeitweise unter anderem die Kosten für die Ausbildung von 400 russischen Matrosen auf einem der Hubschrauberträger geltend gemacht sowie den Bau von Infrastruktur am Hafen von Wladiwostok.

Der für militärische und technische Zusammenarbeit zuständige Putin-Berater Koschin sagte nun, er hoffe, dass bald eine Vereinbarung mit Paris zur "Auflösung des Vertrags" über die Lieferung der "Mistral"-Schiffe unterzeichnet werden könne. Darin solle auch die Summe genannt werden, die Frankreich zahlen müsse.

mxw/AFP

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insgesamt 108 Beiträge
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1. Neuer Kunde
Niederbayer 31.07.2015
Vielleicht kann die Ukraine den Hubschrauberträger brauchen?
2. Kulanz
rittal 31.07.2015
ganz schön kulant, für die Verletzung des Kaufvertrags keine hohen Strafen zu fordern... Jedes Gericht hätte wohl der russischen Seite Recht zugesprochen! Abgesehen davon, ist es schön, dass ein großes Rüstungsgeschäft nicht erfolgt.
3. Interessant
elspaco 31.07.2015
wäre es zu erfahren wieviele Menschen in der EU in Folge dieser unsinnigen Sanktionen ihren Arbeitsplatz verloren haben.Aber das ist den Schwachmaaten in Brüssel wohl egal,denn sie haben ja ein gutes leistungsloses Einkommen.Es sei denn man definiert dumme Sprüche absondern und ein offenes Ohr für Lobbyisten sowie Mitgliedschaft in der Atlantikbrücke als Leistung.
4.
ackergold 31.07.2015
Zitat von NiederbayerVielleicht kann die Ukraine den Hubschrauberträger brauchen?
Irgendwohin wird Frankreich wohl schon liefern.
5. Die Chance für unsere Marine
varesino 31.07.2015
Damit könnte unsere Marine eine riesengroße Fähigkeitslücke stopfen. Selbst wenn wir kein passendes Fluggerät hätten wäre es doch schön so ein Schiff zu haben. Einfach so zum Vorzeigen und Anstreichen. Liebe Verteidigungs-Ministerin trauen Sie sich.
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Staatsoberhaupt:
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Regierungschef: Dmitrij Medwedew

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