Prozess gegen mutmaßliche Terror-Komplizen Gericht spricht Angeklagten nach Pariser Anschlägen frei

Er soll den Paris-Attentätern von 2015 eine Wohnung zur Verfügung gestellt haben. Jetzt wurde der Hauptangeklagte im Prozess gegen mutmaßliche Terror-Komplizen freigesprochen.

Tatort Bataclan
DPA

Tatort Bataclan


Überraschende Wende im Prozess gegen drei mutmaßliche Komplizen der Pariser Attentäter vom November 2015: Der Hauptangeklagte ist am Mittwoch vom Strafgericht der französischen Hauptstadt freigesprochen worden. Er hatte den Islamisten eine Wohnung zur Verfügung gestellt. Das Gericht sah aber keine Beweise dafür, dass er von den Anschlagsplänen gewusst habe.

Die Anklage hatte gegen den Mann vier Jahre Haft wegen Unterstützung der Anschläge mit 130 Toten gefordert. Es ist der erste Prozess in Frankreich im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 13. November 2015 auf das Fußballstadion Stade de France, die Konzerthalle Bataclan und mehrere Restaurants und Bars in einem Pariser Ausgehviertel.

Die Attentäter Abdelhamid Abaaoud und Chakib Akrouh hatten sich nach den Anschlägen in der Wohnung des nun freigesprochenen Mannes versteckt. Die beiden Täter starben bei einem Polizeieinsatz in dem Apartment in Saint-Denis nördlich von Paris.

In Belgien steht zudem der wohl einzig überlebende Attentäter der Pariser Anschläge vor Gericht: Salah Abdeslam ist ein Hauptverdächtiger der verantwortlichen Terrorzelle. Der Franzose verweigerte zunächst die Aussage.

kev/AFP/Reuters

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