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Frankreich: Polizei verhört Achtjährigen wegen Sympathien mit Attentätern

"Ich steh auf Seiten der Terroristen", sagte der achtjährige Ahmed in seiner Grundschule in Nizza - und bekam prompt Ärger mit der Polizei.

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DPA

Polizisten in Nizza: Ein Schüler musste zum Verhör

Paris - "Bist du auch Charlie?", wurde Ahmed nach den Anschlägen von Paris gefragt. Die Antwort des achtjährigen Schülers: "Nein, ich stehe auf Seiten der Terroristen." Er weigerte sich, an einer Schweigeminute für die Opfer der Anschlagsserie teilzunehmen.

Zunächst sprach der Leiter seiner Grundschule in Nizza mit dem Vater des Jungen. Diese habe sich uneinsichtig gezeigt und Drohungen gegen die Schule ausgesprochen, berichten französische Medien. Daraufhin beschloss der Direktor, den Jungen der Polizei zu melden. Deshalb wurde Ahmed am Mittwoch von der Polizei verhört. "Wir haben das Kind und seinen Vater einbestellt, weil wir verstehen wollen, wie ein Achtjähriger auf so radikale Gedanken kommt", sagte Polizeisprecher Marcel Authier.

Das Ergebnis der halbstündigen Befragung: "Offensichtlich weiß der Junge nicht, was er sagt." Der Anwalt des Jungen, Sefen Guez Guez, sagte, auf die Frage, ob er wisse, was das Wort Terrorismus bedeutet, habe Ahmed geantwortet: "Das weiß ich nicht." Das Vorgehen der Polizei sei ein Beispiel für die "kollektive Hysterie", die Frankreich seit den Anschlägen Anfang Januar im Griff halte, sagte der Anwalt. "Ahmeds Familie verurteilt Terrorismus und versteht überhaupt nicht, was mit ihr geschieht."

Bei der Anschlagsserie vor drei Wochen waren insgesamt 20 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch die drei Attentäter.

syd/AP

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