Eklat um Morales-Flug Frankreich und Spanien dementieren Luftraumsperrung

Bolivien und ganz Südamerika sind entrüstet: Präsident Morales musste in Wien notlanden, weil ihm europäische Staaten offenbar die Überflugrechte verwehrt hatten. Doch die beschuldigten Franzosen und Spanier widersprechen: Ihr Luftraum sei offen gewesen.


Madrid/Wien - Das Flugzeug von Evo Morales musste einen Zwangsstopp in Österreich einlegen, und der bolivianische Präsident saß gute zwölf Stunden auf dem Flughafen Wien fest. Der Grund soll gewesen sein, dass mehrere europäische Länder die Überflugrechte verweigerten. Doch noch immer ist unklar, ob es diese Luftraumsperren überhaupt gegeben hat - und falls ja, wer sie verhängt hat.

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Heft 27/2013
Edward Snowden: Held und Verräter

Spanien wies den Vorwurf der bolivianischen Regierung zurück, der Maschine die Überflugrechte verweigert zu haben. Madrid habe dem bolivianischen Staatschef bereits am Dienstagabend die Erlaubnis zu einer Zwischenlandung auf Gran Canaria erteilt, sagte Außenminister José Manuel García-Margallo am Mittwoch in Madrid. "Wenn es zu Schwierigkeiten kam, lag das daran, dass andere Länder die Überflugrechte verweigert haben." Auch ein Sprecher des französischen Außenministeriums sagte, es sei eine Genehmigung erteilt worden. Weitere Details nannte er allerdings nicht.

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Boliviens Präsident in Wien: Morales hebt wieder ab
Die Mannschaft von Präsident Morales hatte den Vorgang anders dargestellt: Erst hätten Frankreich und Portugal Überflugrechte verweigert. Am Vormittag habe dann immer noch die Freigabe für den spanischen Luftraum gefehlt.

Die Union Südamerikanischer Nationen (Unasur) soll noch am Mittwoch eigens wegen der Flugaffäre zusammenkommen. Das teilte der bolivianische Uno-Botschafter in Genf mit. Es gehe um "die Würde Boliviens und die Würde Südamerikas".

Erst nach einem gut zwölfstündigen Zwischenstopp in Wien konnte Morales am Mittag die Weiterreise antreten. Hintergrund der Luftraumsperren war offenbar die Annahme, der frühere US-Geheimdienstler Edward Snowden sei an Bord der in Moskau gestarteten Maschine. Dies sei aber nicht der Fall gewesen, hieß es in Wien. Auch Morales wies jede Verbindung zu Snowden zurück.

Kurz vor seinem Abflug sagte Morales noch zu Journalisten, er sei "in Geiselhaft" genommen worden. Die Länder, die für seinen ungeplanten Zwischenstopp verantwortlich seien, hätten einen "historischen Fehler" begangen. Gleichzeitig bedankte er sich für die gute Behandlung in Österreich.

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fab/AP/dpa

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Seite 1
vonundzu1800 03.07.2013
1.
Zitat von sysopAFPBolivien und Südamerika sind entrüstet: Präsident Morales musste in Wien notlanden, weil ihm europäische Staaten offenbar die Überflugrechte verwehrt hatten. Doch die beschuldigten Franzosen und Spanier widersprechen: Ihr Luftraum sei offen gewesen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-und-spanien-widersprechen-morales-bei-flug-eklat-a-909244.html
Ist doch bestimmt einfach nachzuweisen, der Funk wird doch mit Sicherheit aufgezeichnet. Wenn nicht einfach mal die NSA fragen die hat sicher die Aufnahme auf der Platte.
DJ Doena 03.07.2013
2.
Zitat von sysopAFPBolivien und Südamerika sind entrüstet: Präsident Morales musste in Wien notlanden, weil ihm europäische Staaten offenbar die Überflugrechte verwehrt hatten. Doch die beschuldigten Franzosen und Spanier widersprechen: Ihr Luftraum sei offen gewesen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-und-spanien-widersprechen-morales-bei-flug-eklat-a-909244.html
Je nachdem, wie die offiziellen Formalien für so eine Genehmigung sind, sollte sich das ja relativ schnell offen legen lassen, wer da jetzt den Schwarzen Peter hat.
atze84 03.07.2013
3. Und wieder einmal
keiner wills gewesen sein...
sorbenalex 03.07.2013
4. voicerecorder
Einfach einen Mitschnitt vom Voicercorder veröffentlichen und gut is. Überflugrechte werden über Funk erteilt...
Izmi 03.07.2013
5. Angedacht
Zitat von sysopAFPBolivien und Südamerika sind entrüstet: Präsident Morales musste in Wien notlanden, weil ihm europäische Staaten offenbar die Überflugrechte verwehrt hatten. Doch die beschuldigten Franzosen und Spanier widersprechen: Ihr Luftraum sei offen gewesen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/frankreich-und-spanien-widersprechen-morales-bei-flug-eklat-a-909244.html
Kann doch nicht schwer sein, die Wahrheit herauszufinden und sie zu beweisen. Während eines Fluges wird doch alles Mögliche aufgezeichnet, so sicher auch die Funksprüche, die eine Verweigerung der Überflugrechte entweder bestätigen oder nicht. Denke ich jedenfalls...
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