Rettungsschiff "Lifeline" Auch Frankreich will Flüchtlinge aufnehmen

Das Rettungsschiff "Lifeline" kann eventuell einen Hafen auf Malta ansteuern, weil sich neben Portugal und Italien auch Frankreich bereit erklärt hat, einen Teil der mehr als 230 Menschen an Bord aufzunehmen.

Flüchtlinge an Bord der Lifeline
AFP PHOTO / Mission Lifeline e. V. / Felix Weiss

Flüchtlinge an Bord der Lifeline


Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bestätigt, dass Frankreich und andere europäische Länder jeweils Migranten von dem Rettungsschiff "Lifeline" aufnehmen wollen. Die Zahl sei begrenzt, es seien "mehrere Dutzend" Menschen pro Land.

Der maltesische Premierminister Joseph Muscat habe europäische Solidarität organisiert, sagte Macron. Nach einer tagelangen Blockade auf dem Mittelmeer hat das Schiff nun grundsätzlich die Erlaubnis erhalten, einen Hafen der Mittelmeerinsel Malta anzulaufen. An Bord sind mehr als 230 Menschen.

Es war jedoch zunächst unklar, wann die entsprechenden Genehmigungen für die "Lifeline" der deutschen Organisation Mission Lifeline erteilt würden. Die Nichtregierungsorganisation aus Dresden erklärte via Twitter, bisher habe das Schiff keine Erlaubnis zum Einlaufen in die Hoheitsgewässer Maltas erhalten.

Macron sprach mit Blick auf die Migration von einer "politischen Krise". Er habe darüber mit Papst Franziskus bei seiner Audienz im Vatikan gesprochen. Macron rief auch zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit Libyen auf, um lebensgefährliche Fluchtbewegungen über See zu unterbinden. Er signalisierte Bereitschaft, bereits auf libyschem Boden Asylanträge zu prüfen.

Bisher haben sich Italien, Portugal und Frankreich dazu bereiterklärt, Flüchtlinge aufzunehmen. In Deutschland signalisierten auch Berlin und Schleswig-Holstein Bereitschaft dazu. Das Bundesinnenministerium hatte jedoch zunächst noch keine Zustimmung zu der Aufnahme gegeben.

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ans/dpa/AP



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