Frankreichs neues Kabinett Außenminister Le Drian, Verteidigungsministerin Goulard

Die französische Regierung nimmt Formen an: Präsident Emmanuel Macron hat seine Minister ernannt. Sie kommen aus den verschiedensten Parteien.

Verteidigungsministerin Sylvie Goulard
AP

Verteidigungsministerin Sylvie Goulard


Emmanuel Macron ist seit drei Tagen neuer französischer Präsident. Am Mittwoch hat er nun die Mitglieder seines Kabinetts ernannt. Macron wählte dabei Männer und Frauen aus verschiedenen politischen Lagern.

Außenminister wird der bisherige Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian von den Sozialisten. Das gab der Generalsekretär des Élysée-Palasts am Mittwoch bekannt. Die liberale Europaabgeordnete Sylvie Goulard ist neue Verteidigungsministerin.

Das Wirtschaftsressort übernimmt der Konservative Bruno Le Maire, zum Haushaltsminister wurde dessen Parteifreund Gérald Darmanin ernannt. Das Innenministerium, das nach der Terrorserie der vergangenen Jahre ebenfalls große Bedeutung hat, führt Gérard Collomb. Er war bislang Senator und Bürgermeister von Lyon. Zum Umweltminister wurde der bekannte Aktivist und frühere Fernsehmoderator Nicolas Hulot ernannt.

Insgesamt gehören der neuen Regierung 22 Minister und Staatssekretäre an. In ihr sind gleiche viele Frauen wie Männer vertreten. Zu ihrer ersten Kabinettssitzung kommt die neue Regierung am Donnerstagvormittag zusammen.

Macron hatte bereits am Montag den Konservativen Édouard Philippe zum Premierminister gemacht, bislang Bürgermeister der Hafenstadt Le Havre. Anschließend war er für eine erste Stippvisite nach Berlin gereist und hatte sich mit Bundeskanzlerin Merkel getroffen. Die beiden warben für eine gemeinsame EU-Reform.

dop/dpa/AFP



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