Einsatz vor Somalia Fregatte "Sachsen" vereitelt Piratenangriff auf iranische Dhau

Die deutsche Fregatte "Sachsen" hat vor der Küste Somalias einen Piratenangriff unterbunden. Sieben Somalier hatten versucht, eine iranische Dhau in ihre Gewalt zu bringen - bis die Deutschen auftauchten.


Hamburg - Die Meldung über den Kaperversuch erreichte die "Sachsen" am Samstagvormittag. Über Funk berichtete der Kapitän der Dhau, dass er von bewaffneten Piraten bedroht und geschlagen wurde. Am frühen Nachmittag enterten deutsche Soldaten das Schiff und nahmen die sieben verdächtigen Somalier an Bord der Fregatte in Gewahrsam. Insgesamt waren 20 Iraner auf der Dhau. Ob sich die Piraten freiwillig ergaben, ist nicht bekannt. Auf deutscher Seite gab es keine Verwundungen.

Die "Sachsen" operiert seit zehn Tagen im Rahmen der EU-Operation "Atalanta" vor der somalischen Küste. Seitdem haben Marineschiffe zwei weitere Piratenangriffe vereitelt - einmal griff ein italienischer Verband ein, einmal ein niederländischer. Offensichtlich haben die Piraten nach dem Sommer die Kaperfahrten wieder intensiviert.

Die Italiener setzen die mutmaßlichen Seeräuber an der somalischen Küste ab, die Niederländer setzten sie fest, weil für sechs der sieben der Piraterie verdächtigen Personen ein Strafverfolgungsinteresse durch Spanien besteht. Wie die Deutschen mit ihren Festgehaltenen umgehen, ist noch unklar.

mgb/rüd

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