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Friedenskonferenz von Montreux: Syriens Uno-Botschafter gibt Folter zu

Syrischer Uno-Botschafter Baschar al-Dschafari: Folterfotos sind gefälscht Zur Großansicht
AFP

Syrischer Uno-Botschafter Baschar al-Dschafari: Folterfotos sind gefälscht

"Ich bestreite nicht, dass Fehler gemacht werden": Mit diesen Worten räumte Syriens Uno-Botschafter die Folterung von Gefangenen ein. Bei der Friedenskonferenz in Montreux gibt es Hoffnung, dass die Konfliktparteien am Freitag direkte Gespräche führen.

Hamburg/New York/Montreux - Am Rande der Friedenskonferenz von Montreux hat der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Baschar al-Dschafari, eingeräumt, dass in den Gefängnissen seines Heimatlandes gefoltert wird. Die Fotos von Zehntausenden Folteropfern aber, die ein syrischer Militärpolizist in dieser Woche öffentlich gemacht hat, bezeichnete er weiter als Fälschung.

"Ich bestreite nicht, dass Fehler gemacht werden, so wie in allen anderen Ländern auch", sagte er am Mittwoch in Montreux auf die Frage eines Journalisten zur Folterung von Gefangenen. Er behauptete jedoch, das Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen sei nicht so groß wie es von internationalen Organisationen dargestellt wird. Al-Dschafari gehört der Verhandlungsdelegation der syrischen Führung bei den Friedensgesprächen in der Schweiz an.

Die britische Tageszeitung "The Guardian" und die Website des US-Senders CNN hatten am Dienstag über einen syrischen Militärpolizisten berichtet, der bei der Flucht aus Syrien rund 55.000 Fotos von getöteten Folteropfern mitgenommen hatte. Nach Ansicht von drei ehemaligen UN-Staatsanwälten belegt das Material die Misshandlung und Tötung von rund 11.000 politischen Gefangenen in Syrien, die in anonymen Massengräbern verscharrt wurden.

Erste direkte Gespräche möglicherweise am Freitag in Genf

In die Friedensgespräche von Montreux, die am Mittwoch begonnen haben, sind Syriens Regierung und die Opposition mit harten Tönen eingestiegen. Sie bezichtigen einander der Kriegstreiberei und lieferten sich einen erbitterten Streit über die politische Zukunft von Syriens Machthaber Baschar al-Assad.

Am Donnerstag will der Uno-Sondergesandte für Syrien, Lakhdar Brahimi, zunächst einzeln mit den Konfliktparteien sprechen. Sein Ziel ist es, zu klären, ob die beiden syrischen Delegationen bereits am Freitag zu direkten Verhandlungen am Sitz der Uno in Genf bereit sind. Sollte dies nicht möglich sein, könnte man auch mit indirekten Gesprächen beginnen und erst in den darauffolgenden Tagen "gemeinsam in einem Raum sitzen", sagte Brahimi. Der Vermittler erklärte, die Details seien noch unklar, weil die Opposition erst in letzter Minute entschieden habe, wer zu ihrer Verhandlungsdelegation gehöre.

Nach Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow hingegen seien die Konfliktparteien schon bereit, am Freitag in Genf direkt miteinander zu sprechen. Es komme jetzt vor allem darauf an, den Prozess in die Spur zu bringen, sagte Lawrow am Mittwoch nach Gesprächen mit beiden Seiten in Montreux.

Die Vereinten Nationen, die USA und sein Land strebten unter anderem eine Vereinbarung über einen Gefangenenaustausch an. Er gehe davon aus, dass die erste Gesprächsrunde etwa eine Woche dauern werde, sagte Lawrow. Nach einer Pause solle es eine weitere Verhandlungsrunde geben.

bos/dpa/Reuters

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1. Ergänzung:
interessierter_mitbürger 22.01.2014
Zitat von sysopAFP"Ich bestreite nicht, dass Fehler gemacht werden": Mit diesen Worten räumte Syriens Uno-Botschafter die Folterung von Gefangenen ein. Bei der Friedenskonferenz in Montreux keimen Hoffnungen, dass die Konfliktparteien am Freitag direkte Gespräche führen. http://www.spiegel.de/politik/ausland/friedenskonferenz-von-montreux-syriens-regierung-gibt-folter-zu-a-945046.html
Etwa die Hälfte der Bilder stammt von "the Syrian National Movement" (siehe Report). Die andere Hälfte von dem Deserteur, der sie aber auch nicht alle selbst gemacht hat.
2. Syrien,
newsfreak 22.01.2014
ist ein Konflikt der in physischer Form in Syrien geführt wird, aber durchaus geistige und auch physische parallelen in Europa mit sich zieht. Zu sagen das man im Mittleren Osten für die Folter von "Gefangenen" und deren Leidensgenossen in Europa zuständig sei, ist durchaus unsinnig, zumal die Interessen im Mittleren Osten weit auseinander driften. In "Syrien" herrscht so ein Chaos, das teilweise nur sehr wenige verstehen wo der Hase langläuft. Ohne gewisse Technische Mithilfe wirkt das alles sehr unverholfen, zumal man ja diese Abhängigkeit will. Dann wäre da die Regionale Wirtschaft in der Region, immerhin vergisst man schnell das dort schliesslich auch schon Kreuzfahrer entlang gereist sind, deren alten Handelsrouten und Märkte man bis vor dem Krieg und teilweise jetzt noch betrachten kann. Man kann nicht erwarten das der Aufschwung durch Kniefälle derjenigen Händler Fortschritt für den Handel bringen, vor allem weil deren Wissen weitaus extensiver ist als das von anderen. Dazu kommt die Trinkwasser und Lebensmittelversorgung in der Region, was hat den die Internationale Gemeinschaft geplärrt, das die Chemiewaffen Assads aus dem Weg geschafft werden müssen. Die Lebensmittelversorgung ist genauso wie die Ärztliche Versorgung, eine teilweise Katastrophe und schon fast wie in Somalia von Machthungrigen Kampfhundehaltern und deren tägliche Koksausgabe abhängig. Verteidigungspolitisch eine absolute No Go Zone, Russen, Iraner, das ist Brennstoff pur. Noch dazu dieser alles durchseuchende Lärm. Was in dieser Region schon alles abgespult wurde ist der Wahnsinn. Die Bereinigung jedoch, fängt eigentlich bei der Politik an!
3. Bilder die gestern im TV über.......
auch 23.01.2014
Folterung zu sehen waren - abscheulich! Wie da Gefangener ausgepeitscht danach auf ihm herum getrampelt wurde - Menschenverachtend! Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden, allen voran der aalglatte Präsident. Und dann, Auge um Auge, Zahn um Zahn damit sie erfahren können welche Qualen diese Menschen durchstehen mußten....!
4. Propaganda
TheShippingGuru 23.01.2014
Warum muss erst eine solche selbstinterpretation vorangehen? Der syrische UN Botschafter hat doch wohl klar gesagt, das Fehler gemacht werden. Und zwar so wie auch in den USA, die es noch nicht mal als Fehler ansehen, wenn der CIA foltert und mordet! Das ist doch wohl eindeutige Bigotterie! Und kein Journalismus sondern Propaganda!
5. Das ist aber sehr freizügig interpretiert
HierFalko 23.01.2014
Als die UNO Beobachter den Giftgasangriff in Syrien ( Damaskus ) untersucht haben wurde die Verantwortung für diesen, auch von den westlichen Medien, der Regierung zugesprochen. Diese 'Sau' wurde dann erst mal fleissig von allen westlichen Medien durch's Dorf getrieben. Begründung: die Rebellen haben keine chemischen Waffen. Später, bei der Untersuchung weiterer Angriffe und bei der Vernichtung der Lagerbestände chemischer Waffen, stellte sich heraus das diese Aussage falsch war. Da wurden also auch Fehler gemacht. Liegt jetzt die Verantwortung für diese Angriffe mit chemischen Waffen bei der UNO?
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