Kabul - Afghanische Polizisten haben in einem Lkw in Kabul zehn Tonnen Sprengstoff sichergestellt. Wenn der in einem Laster mit Kartoffeln versteckte Sprengstoff wie geplant bei einem Anschlag eingesetzt worden wäre, hätte es ein riesiges Blutbad gegeben, sagte der Geheimdienstsprecher Schafikullah Tahiri in Kabul.
Der Sprengstoff wurde bereits am 13. April entdeckt, zwei Tage vor einer Anschlagsserie in der afghanischen Hauptstadt. Fünf Aufständische, darunter drei Pakistaner, seien festgenommen worden, sagte Tahiri.
Die internationale Afghanistantruppe ISAF und die US-Botschaft lobten anschließend die afghanischen Sicherheitskräfte, die den Einsatz gegen die Angreifer geleitet hatten.
Bei koordinierten Attacken auf das Parlament, einen Vizepräsidenten, mehrere westliche Botschaften und eine Reihe von Militärstützpunkten im Land waren am vergangenen Sonntag 51 Menschen getötet worden, darunter 36 Angreifer. Afghanistans Präsident Hamid Karzai warf der NATO und dem afghanischen Geheimdienst vor, die Anschläge nicht verhindert zu haben.
jbr/reuters/afp
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