Erstes Treffen am Freitag Trump und Putin schwänzen G20-Klimasitzung

Diskussionen über Klimapolitik beim G20-Gipfel? Für Donald Trump und Wladimir Putin hat das offenbar nicht die höchste Priorität. Die beiden planen parallel zu einer Arbeitssitzung ihr erstes Treffen.

Donald Trump in Hamburg
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Donald Trump in Hamburg


Das erste Treffen von US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin war lange erwartet worden. Doch dass es am Freitag ausgerechnet parallel zu einer Arbeitssitzung des G20-Gipfels in Hamburg stattfindet, dürfte für Ärger beim Treffen der Staats- und Regierungschefs sorgen.

Die Begegnung sei für 16 Uhr geplant, meldete die russische Agentur Interfax. Später hieß es vom Weißen Haus, das Treffen werden um 15.45 Uhr stattfinden. Dazu müssten sich Trump und Putin aus der zweiten Plenarrunde absetzen, die sich nach dem Willen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit nachhaltiger Entwicklung, Klima- und Energiefragen beschäftigen wird.

Sollte es so kommen, könnte Trump einer Diskussion über seine Rolle in der Klimapolitik ausweichen. Er will aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen.

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G20-Gipfel: Trump in Hamburg, Tausende Demonstranten protestieren

Merkel hatte sich bereits am Donnerstagabend mit Trump getroffen. Laut Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) gebe es erhebliche Differenzen. Die G20-Themen Handel und Klimaschutz seien "noch deutlich strittig", sagte Gabriel am Donnerstagabend in der ARD. "Viele Gemeinsamkeiten" hätte es dagegen bei den außenpolitischen Themen gegeben.

Merkel und Trump hatten im Hotel Atlantic zunächst für 20 Minuten unter vier Augen gesprochen. Danach nahmen auch die beiden Außenminister Gabriel und Rex Tillerson sowie Trumps Tochter Ivanka und deren Ehemann Jared Kushner an dem Gespräch teil. "Das Gespräch war schon freundlich und aufgeschlossen, es war eine echte Diskussion", sagte Gabriel.

Merkel hatte die G20-Gespräche über den Klimaschutz als "nicht einfach" bezeichnet und auf die US-Position verwiesen, aus dem Pariser Klimaschutzabkommen auszutreten. Als Gastgeberin werde sie nach Kompromissen mit allen Seiten suchen. (Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen in unserem G20-Newsblog.)

cte/dpa/Reuters



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