G20 in Hamburg Trump und Putin treffen und freuen sich

Weil "Telefonate nie ausreichen", haben sich Trump und Putin zu einem persönlichen Gespräch getroffen. Statt 30 Minuten dauerte die Unterredung zweieinhalb Stunden. Nur einer mäkelt über die Begleitumstände des Treffens.

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Erstmals seit seinem Amtsantritt als US-Präsident hat sich Donald Trump mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin getroffen. Die beiden sprachen zweieinhalb Stunden beim G20-Gipfel in Hamburg miteinander.

Das Verhältnis zwischen Russland und den USA ist derzeit so schlecht, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Trump und Putin betonten vor der Presse jedoch beiderseits ihre Hoffnung auf bessere Beziehungen: Er sei hocherfreut, Trump persönlich zu treffen und hoffe, "dass unser Treffen Resultate bringt", sagte Putin zu dem US-Präsidenten. "Telefonate reichen nie aus."

Trump entgegnete: "Ich freue mich auf viele positive Dinge, die für Russland und die USA passieren werden." Es sei eine Ehre, den russischen Präsidenten zu treffen. Putin und er würden über vieles diskutieren - "und ich glaube, es läuft sehr gut", so Trump.

Putin streitet Einmischung in US-Wahlkampf

US-Präsident Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin
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US-Präsident Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin

Die Frage eines Journalisten, ob er auch die Einmischung Russlands in den US-Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr gegenüber Putin thematisiere, beantwortete der US-Präsident nicht. Später wurde jedoch bekannt, dass der US-Präsident das Thema als erstes angesprochen habe, so Tillerson. Putin habe eine Beteiligung abgestritten.

Nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten haben russische Hacker versucht, durch den Diebstahl von Daten der Demokratischen Partei die Wahl zu beeinflussen.

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G20 in Hamburg: Der Gipfel ist eröffnet

Mit Blick auf den Konflikt mit Nordkorea rief Putin dazu auf, die Ruhe zu bewahren. Trump hatte kurz vor dem G20-Gipfel eine scharfe Warnung an Nordkorea gerichtet. Er prüfe eine "ziemlich harte" Antwort auf den jüngsten nordkoreanischen Raketentest, sagte der US-Präsident am Donnerstag bei seinem Besuch in Warschau. Nordkorea hatte am Dienstag verkündet, erfolgreich eine ballistische Interkontinentalrakete des Typs "Hwasong-14" getestet zu haben. Pjöngjang sprach von einem "historischen Durchbruch".

Trumps Sohn Donald junior beschwerte sich nach der Pressekonferenz seines Vaters über die lauten Kamera-Geräusche der Fotografen. Es sei kaum möglich zu verstehen, was Trump und Putin sagten, beschwerte er sich via Twitter und fragte: "Wie viele Fotos braucht ihr von derselben Szene?"

Offiziell war das Gespräch in Hamburg das erste Zusammentreffen der beiden Präsidenten. Trump und Putin behaupten beide, sich auch vor dem Einzug des US-Präsidenten in das Weiße Haus nie persönlich getroffen zu haben. Doch es gibt Zweifel an dieser Version, auch wegen einiger Aussagen Trumps. Als US-Moderator David Letterman ihn 2013 fragte, ob er Putin schon einmal getroffen habe, antwortete der Milliardär: "Er ist ein harter Typ. Ich habe ihn einmal getroffen."

brk/dpa/AFP/AP

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neurieder 07.07.2017
1. D T jr
.. der Apfel fällt nicht weit vom Stamm...
tailspin 07.07.2017
2. Alles die gleiche Sosse
Die MSM, SPON inclusive, pepeturieren das Russen- Hacking Thema ohne Evidenz. Evidenz ist hingegen, dass der Democratic National Congress den gehackten Computer, unkooperativ wie der DNC nun mal ist, niemals an das FBI zur Untersuchung von russischen Hacker-Fingerabdruecken uebergeben hat. Wahrscheinlich aus Gruenden, die zum Himmel stinken. http://www.zerohedge.com/news/2017-07-07/loretta-lynch-plot-thickens-new-details-emerge-her-dealings-hillary-campaign
fabiofabio 07.07.2017
3. Die Russenhacks
könnt ihr langsam aus den Texten rauslassen, nachdem eure Quelle "CNN" desavouiert wurde durch Topmitarbeiter,welche fröhlich vor versteckter Kamera zugegeben haben, dass die Russenstory nur Mist sei....
rudlith 07.07.2017
4.
Ja, die einen haben Äpfel und Stämme, die anderen nichts dergleichen.
bkarger 07.07.2017
5. Das die USA und Russland
wenigsten zu gegenseitigen Vereinbarungen, die beiden Ländern nützen ist der wichtigste Beitrag für den Erhalt des Friedens, insbesondere auch in Europa. Und dazu beizutragen ist Aufgabe der Presse und nicht die laufende einseitige Berichterstattung, bis hin zum andauernden Trump und Putin - Beshing. Beide Präsidenten worden gewählt und haben sich nicht an die Macht gepuscht. Und das sollten die Medien endlich begreifen.
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